Mo., 16.04.2018

Leser-Spende ermöglicht schwerkranken Kindern zwei unbeschwerte Zirkustage Einmal Akrobat oder Zauberer sein

Als Akrobaten vom Bau freuen sich Kinder und Erwachsene gemeinsam über die Schlussformation ihres Auftritts.

Als Akrobaten vom Bau freuen sich Kinder und Erwachsene gemeinsam über die Schlussformation ihres Auftritts. Foto: Besim Mazhiqi

Von Manfred Stienecke

Paderborn (WB). In den Zirkus ging es Sonntag für 20 schwerkranke Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern. Sie durften selbst als Clowns, Zauberer und Jongleure in die Manege.

Möglich gemacht haben den Mitmach-Zirkus Leserinnen und Leser dieser Zeitung. Sie hatten 2016 bei der Weihnachtsaktion des Westfalen-Blatts insgesamt 183.000 Euro für den Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter gespendet. Ein kleiner Teil der Summe wurde jetzt genutzt, um den betroffenen Kindern und ihren Eltern ein unbeschwertes Wochenende mit dem »Circus Balloni« zu ermöglichen.

Die Mitglieder der Soester Zirkustruppe arbeiten rein ehrenamtlich. Mit kindgerechter Artistik und Jonglage bieten sie Kindern und Jugendlichen einen bunten Freizeitspaß.

»Die Eltern hatten sich das Wochenende mit dem Circus Balloni gewünscht«, sagt Odilia Wagener, die hauptamtlich beim Hospizverein arbeitet. »Die Veranstaltung wäre nicht zustande gekommen, wenn das WESTFALEN-BLATT nicht die Weihnachtsaktion für uns durchgeführt hätte. Dafür sagen wir herzlichen Dank.«

Zwei Tage lang wurde mit den Kindern und Eltern in der Marien-Grundschule in Paderborn für die Aufführung am Sonntag geprobt. »Die Kinder sind natürlich sehr aufgeregt und besonders motiviert«, schildert Vereinsmitglied Roswitha Schopohl die Gemütslage des Zirkusnachwuchses kurz vor Beginn der Vorstellung. Doch Zirkusdirektorin Elke Schmücker hat viel Erfahrung mit derartigen Aufführungen und sorgt dafür, dass die eingeübten Nummern ohne Hektik über die Bühne gehen können.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter betreut im Moment 21 Familien mit 22 Kindern. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von eineinhalb bis 19 Jahren, bei denen Ärzte eine lebensverkürzende Erkrankung diagnostiziert haben, werden von 53 ausgebildeten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der vertrauten häuslichen Umgebung betreut, so dass die Eltern selbst für einige Stunden in der Woche eine Entlastung erfahren. »Wir spielen, gehen spazieren und helfen, wo es nötig ist«, sagt Roswitha Schopohl. Nur pflegerische Maßnahmen dürfen die Kräfte nicht übernehmen. »Für unsere Arbeit suchen wir noch Verstärkung, gern auch junge Männer«, sagt Roswitha Schopohl. Ein Informationsabend ist für Donnerstag, 3. Mai, um 19 Uhr im Büro des Hospizdienstes in Paderborn (Dessauer Straße 4) geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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