Mo., 14.05.2018

Pastoralverbünde Mitte-Süd und Nord-Ost-West feiern Sternwallfahrt Franz-Stock-Figur enthüllt

500 Gläubige ziehen am Sonntagmorgen bei der ersten gemeinsamen Sternwallfahrt der Pastoralverbünde Paderborn Mitte-Süd und Nord-Ost-West vom Platz An der Alten Synagoge zum Paderborner Dom, wo sie den Gottesdienst feiern.

500 Gläubige ziehen am Sonntagmorgen bei der ersten gemeinsamen Sternwallfahrt der Pastoralverbünde Paderborn Mitte-Süd und Nord-Ost-West vom Platz An der Alten Synagoge zum Paderborner Dom, wo sie den Gottesdienst feiern. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Paderborn (WB). Hunderte Gläubige haben am Sonntagmorgen anlässlich des 950-jährigen Dombestehens eine Prozession gefeiert. Die Pastoralverbünde Paderborn Mitte-Süd und Paderborn Nord-Ost-West (NOW) haben zuvor die erste gemeinsame Sternwallfahrt begangen.

Vom Platz an der Alten Synagoge aus zogen zahlreiche Pfarreien und mehr als 300 Gläubige gemeinsam zum Paderborner Dom. »So gut gefüllt und bunt sind die Reihen im Dom nur selten im Jahr«, sagte Joachim Göbel, Dompropst des Metropolitankapitels am Hohen Dom zu Paderborn, der Bischofskirche des Erzbistums Paderborn. Er begrüßte die Pfarrer der Gemeinden sowie die zahlreichen Besucher zur Eucharistiefeier, welche als Dankesfeier aller in der Stadt anlässlich des Jubiläums der Bistumskirche gefeiert wurde.

Glaube findet nicht nur in der Kirche statt

Bei dem Gottesdienst hielten die Pastoralverbundsleiter und Pfarrer Benedikt Fischer und Thomas Stolz zusammen eine Predigt für den Mut und das Vertrauen in den Glauben und die Zukunft des Glaubens. Der Glaube fände nicht nur in der Kirche statt, denn die Kernzelle des Glaubens seien die Gemeinden oder die alltäglichen Begegnungen der Menschen.

»Seit mehr als 1220 Jahren ist Paderborn eine Bischofsstadt«, sagte Thomas Stolz. Bis heute steht der Dom im Herzen der Stadt. »Der Dom ist nicht nur Zufluchtsort für Gläubige, er ist für jeden Paderborner der optische Mittelpunkt der Stadt«, sagte Pfarrer Stolz. Für den Pfarrer sei der Glaube überall. Genau dieser Ansicht war auch Franz Stock.

»Franz Stock ist ein Europäer, der immer die Fahne des Friedens hochgehalten und die Freiheit des Glaubens verteidigt hat«, sagte Benedikt Fischer. Umso stolzer sei der Pfarrer, dass zum 950-jährigen Dombestehen eine Steinfigur von Franz Stock am Dom enthüllt werde. »Die Figur ist ein Geschenk der Gemeinden«, sagte Pfarrer Fischer. Diese hätten Franz Stock ausgesucht, um für Gastfreundschaft, Verständigung und Versöhnung ebenso zu werben, wie für das Christsein in dieser Zeit.

Nach dem Gottesdienst enthüllten die beiden Pastoralverbundsleiter die neue Steinfigur. »Als Figur mit Symbolcharakter soll die neue Skulptur für jeden Paderborner nun sichtbar sein«, sagte Joachim Göbel. Denn Franz Stock sei ein Mann mit Werten gewesen, Werten, die auch in Paderborn den Alltag der Menschen prägen sollen. Anschließend segnete der Dompropst vor mehr als 600 Gästen die Figur des Bildhauers Michael Diwo ein. Im Anschluss luden die Gemeinden zu einem Treffen in das Liboriusforum ein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5738860?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F