Mi., 16.05.2018

35 Millionen Euro fließen in die Sanierung zwischen Paderborn und Borchen - mit Video A33 wird bis zum Jahr 2022 saniert

Dieter Reppenhorst, Leiter der Autobahnniederlassung, zeigt den Teeraufbau auf der Brücke bei Borchen. Rechts im Bild ist bereits die neue Lärmschutzwand montiert.

Dieter Reppenhorst, Leiter der Autobahnniederlassung, zeigt den Teeraufbau auf der Brücke bei Borchen. Rechts im Bild ist bereits die neue Lärmschutzwand montiert. Foto: Besim Mazhiqi

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Diese Maßnahme kostet richtig Schotter: 35 Millionen Euro fließen in die Sanierung der A33 zwischen Paderborn und Borchen. Bis Ende des Jahres soll der 6,5 Kilometer lange Teilabschnitt von Grund auf saniert sein.

Bereits im Jahr 2016 haben die Arbeiten an der 40 Jahre alten Fahrbahn begonnen. Zunächst wurde die Fahrbahn in Richtung Bad Wünnenberg erneuert. Nachdem diese nun fertig ist, geht es jetzt in Richtung Bielefeld weiter.

Straßen NRW macht diesmal keine halbe Sachen: Wurde in den vergangenen Jahren lediglich die oberste Asphaltschicht ausgetauscht, um Schäden zu beseitigen, so geht es jetzt 70 Zentimeter in die Tiefe, um die Fahrbahn komplett neu aufzubauen. Die Straße wird dem heutigen Schwerlastverkehr angepasst, erläutert Dieter Reppenhorst, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm von Straßen NRW.

32.000 Fahrzeuge rollen täglich in diesem Abschnitt Richtung Bad Wünnenberg. In Richtung Bielefeld sind es sogar 35.000 Autos, Lastwagen und Busse. Und damit diese möglichst sicher durch die Baustelle kommen, gibt es nun eine geänderte Streckenführung, die bereits über den nagelneuen Asphalt in Fahrtrichtung Wünnenberg geleitet wird. Anders als im ersten Bauabschnitt gibt es durchgängig nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung. Die ist komfortable 4,25 Meter breit. Maximal ist Tempo 80 erlaubt.

Rettungsfahrzeuge dürfen durch die Baustelle rollen

»Während der Landesgartenschau im vergangenen Jahr hatten wir zwei Fahrspuren Richtung Bielefeld eingerichtet. Das haben viele Autofahrer bemängelt, weil die Fahrspuren recht eng waren«, berichtet Reppenhorst. Die Folge: In der Baustelle durfte überwiegend nur 60 Stundenkilometer gefahren werden. Dennoch kam es zu etlichen Unfällen sowie Problemen im Einsatzfall, weil es keinen Platz für die Rettungsgasse gab.

Inzwischen hat man das Problem gelöst: In Absprache mit Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei dürfen die Einsatzfahrzeuge bei einer Alarmierung direkt durch die Baustelle rollen. Für die Einsatzfahrzeuge werde immer ein entsprechender Fahrstreifen frei gehalten, heißt es.

Vier Millionen Euro für Sicherungsmaßnahmen

Die immensen Kosten teilen sich wie folgt auf: 16 Millionen Euro gehen für die Erneuerung der Fahrbahn drauf sowie weitere 15 Millionen für die drei Brücken mit einer Gesamtlänge von 800 Metern. Vier Millionen Euro sind für Sicherungsmaßnahmen.

In den Kosten enthalten sind auch die neuen und vor allem höheren Lärmschutzwände im Bereich Borchen, die für wesentlich mehr Ruhe im Ort sorgen werden, ist Reppenhorst sicher. Die Forderung nach mehr Lärmschutz sei von den Bürgern juristisch erfochten worden, heißt es.

Während der aktuellen Bauphase müssten die Anwohner aber vermutlich mehr Lärm in Kauf nehmen. Kein Wunder: Wenn sich der Bagger und die Teerfräse durch den Asphalt fressen, entsteht ein Höllenlärm. Ein Ende ist aber in Sicht: Ende 2018 soll der jetzige Abschnitt fertig sein. Danach geht es aber ungebremst weiter: Im Jahr 2019 nimmt sich Straßen NRW den Abschnitt zwischen Borchen und Bad Wünnenberg/B480 vor. 

Ein Kommentar von Ingo Schmitz

Die Baustelle zwischen Paderborn und Borchen hat mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Immer wieder ereigneten sich schwere Unfälle mit zum Teil tragischen Folgen. Im zweiten Bauabschnitt soll nun alles besser werden: Mehr Breite für jede Fahrspur bedeutet mehr Sicherheit für alle Beteiligten.

Der Verlust einer Fahrspur in Richtung Bielefeld ist zu verschmerzen: Aktuell rollt der Verkehr recht ordentlich in beide Richtungen durch die Baustelle. Noch ein Tipp der Experten von Straßen NRW: Wer zu früh vor der Baustelle auf die rechte Spur einfädelt, kann damit Staus provozieren. Daher wird geraten, vor der Baustelle beide Fahrspuren komplett auszunutzen und dann das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Wer das beherzigt, kann Staus verhindern helfen.

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