Do., 17.05.2018

Container für 40 Jungen und Mädchen rücken im August an Feuerwehr sorgt für Kita-Plätze

Retten, löschen, bergen: Das ist der Leitspruch der Feuerwehr. In Schloß Neuhaus sorgen die Einsatzkräfte jetzt auch noch dafür, dass der Nachwuchs aus dem Stadtteil einen Kita-Platz bekommt. Dadurch könnten ganz neue Synergien entstehen: Nachwuchssorgen sollten für die Feuerwehr künftig vergessen sein, wenn direkt neben der Wache die neue Kita steht.

Retten, löschen, bergen: Das ist der Leitspruch der Feuerwehr. In Schloß Neuhaus sorgen die Einsatzkräfte jetzt auch noch dafür, dass der Nachwuchs aus dem Stadtteil einen Kita-Platz bekommt. Dadurch könnten ganz neue Synergien entstehen: Nachwuchssorgen sollten für die Feuerwehr künftig vergessen sein, wenn direkt neben der Wache die neue Kita steht. Foto: Heinrich Schwarze-Blanke

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Die Feuerwehr macht es möglich: Auf einer Reservefläche hinter dem Gerätehaus in Schloß Neuhaus an der Bielefelder Straße kann nun – zumindest übergangsweise – eine Kita errichtet werden. Die Container sollen bereits Ende 2018 bezugsfertig sein.

Die Verwaltung informierte die Mitglieder des Bezirksausschusses Schloß Neuhaus/Sande am Dienstagabend auf Anfrage der CDU über den aktuellen Sachstand der Planungen. Bekanntlich hat Paderborns größter Stadtteil ein Betreuungsproblem: Es gibt zu wenig Kindergartenplätze.

Platz für 40 Kinder

Erschwerend kommt hinzu, dass es in dem sehr gefragten Stadtteil an geeigneten Grundstücken mangelt, um dort neue, viergruppige Kitas zu errichten. An der prekären Situation habe sich nach wie vor nichts geändert, teilte die Verwaltung in der Sitzung mit.

In Gesprächen mit der Feuerwehr habe diese signalisiert, eine für sie reservierte potentielle Erweiterungsfläche von 1700 Qua­dratmetern für zwei Kita-Container zur Verfügung stellen zu wollen. Zwei Kita-Gruppen mit insgesamt 40 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwei und sechs Jahren könnten dort untergebracht werden, hieß es. Das Raumprogramm beinhalte alles, was zum Betrieb notwendig sei. Das Ganze gibt es zu einem überschaubaren Preis: 80.000 Euro soll die Container-Kita kosten – im Juli erfolgt die Auftragsvergabe. Baubeginn sei bereits im August. Auf dem Areal soll zudem ein bereits existierender Schuppen erhalten bleiben, um hier Spielgeräte unterstellen zu können.

Mit Container-Kitas gibt es bereits Erfahrungen in Elsen und Marienloh. Die Verwaltung sei dankbar für die Solidarität, die die Feuerwehr in Schloß Neuhaus zeige. Die Übergangslösung soll aber nur für die nächsten Jahre Bestand haben – so lange, bis andere Grundstücke durch den Abzug der Briten zur Verfügung stehen.

Platz am Residenzbad prüfen

Nach Angaben von CDU-Fraktionschef Markus Mertens käme unter Umständen eine derzeit noch genutzte Kita der Briten an der Bielefelder Straße in Frage. »Dort muss aber zunächst geprüft werden, ob diese unseren Ansprüchen genügt und wie hoch der Sanierungsaufwand ist«, sagte Mertens. Das Spekulieren auf die Konversionsflächen in Schloß Neuhaus werde allerdings kurzfristig zu keiner Lösung führen, meinte er. Bis diese Flächen der Stadt zur Verfügung stünden, könnten unter Umständen noch ein paar Jahre vergehen.

Daher schlug er in der Sitzung des Ausschusses vor, dass die Verwaltung auch mal den Platz am Residenzbad (Amtsweg/Am Schloßgarten) als möglichen Kita-Standort untersuchen solle. Der Bolzplatz werde kaum genutzt, berichtete Mertens.

Grundstücksangebote

Bei der Suche nach privaten Grundstücken tut sich die Verwaltung weiterhin sehr schwer, ein geeignetes Areal ausfindig zu machen. »Wir bekommen immer wieder mal Grundstücksangebote von Bürgern. Allerdings sind Flächen unter 1000 Quadratmetern zu klein. In anderen Fällen spricht mitunter das Planungsrecht gegen eine Ansiedlung einer Tageseinrichtung. Oder es verlaufen Stromtrassen über das Grundstück«, hieß es aus der Verwaltung.

Wie lange die Container-Kita am Feuerwehrgerätehaus betrieben werden soll, ist derzeit noch offen.

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