Do., 17.05.2018

SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP kritisieren Sanierungsdauer »Dorfmitte nicht abschneiden«

Die Ratsherren Ulrich Koch, Ralf Pirsig und Sascha Pöppe (von links) sehen in der geplanten Sperrung der Brücke Gogrevenstraße für über sechs Monate große Probleme und wollen unter anderem, dass eine Querungsmöglichkeit für die Neuenbeker erhalten bleibt.

Die Ratsherren Ulrich Koch, Ralf Pirsig und Sascha Pöppe (von links) sehen in der geplanten Sperrung der Brücke Gogrevenstraße für über sechs Monate große Probleme und wollen unter anderem, dass eine Querungsmöglichkeit für die Neuenbeker erhalten bleibt.

Paderborn (WB). Die drei Paderborner Fraktionen SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP kritisieren die geplante Brückensanierung an der Gogrevenstraße in Neuenbeken. Die von Verwaltung und CDU getragene Planung sehe vor, dass mehr als ein Drittel der Haushalte in Neuenbeken für mehr als ein halbes Jahr von der Dorfmitte abgeschnitten werden sollen.

Daher haben SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP einen gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung des Bauausschusses gestellt, der eine Abänderung der bisherigen Planungen zum Ziel hat. Der Neubau der Brücke an der Gogrevenstraße solle bürgerorientiert gestaltet werden, so das Ziel.

»Die seitens der Verwaltung und des Ortsvorstehers kommunizierte Planung, dass die Gogrevenstraße für mindestens sechs Monate vollständig gesperrt sein soll, können wir nicht akzeptieren«, erklären die Ratsherren Sascha Pöppe (FDP), Ulrich Koch (SPD) und Ralf Pirsig (Grüne). »Durch eine nötige Sanierung der Brücke, die im Einklang mit dem Hochwasserschutz durch die Renaturierung der Beke erfolgen soll, werden mehr als ein Drittel der Haushalte in Neuenbeken vom Dorfzentrum abgeschnitten«, erläutert Pöppe. »Wir wollen, dass die Bauzeit für die Brücke an der Gogrevenstraße deutlich reduziert wird«, stellt SPD-Ratsherr Ulrich Koch eine der Forderungen heraus. »Eine Vorfertigung von Bauteilen, die an der Baustelle zusammengefügt werden, müsste die Bauzeit reduzieren können, zudem sollte der Bau nur in wettersicheren Monaten erfolgen, um eine zeitliche Dehnung zu verhindern.«

Sieben Kilometer langen Umweg

Die Belastungen durch die angrenzende Brückenerneuerung »An der Beke« hätten bereits Anwohner witterungsbedingt deutlich länger aushalten müssen. »Eine Option zur Entlastung der Anlieger wäre es unseres Erachtens auch, für die Zeit der Vollsperrung für die Neuenbeker Bürger den Innerorts-Verkehr geöffnet zu halten, aber eine kostenlose Sondernutzung des ÖPNV in Neuenbeken zu gestatten«, schlägt Grünen-Ratsherr Ralf Pirsig vor. Die Anwohner des Berges, die berufsbedingt ihre Kinder mit dem Auto zur Kita oder zur Schule bringen, müssten nach den aktuellen Planungen einen sieben Kilometer langen Umweg über Benhausen fahren. »Gerade die Einzelhändler vor Ort können durch diese Baumaßnahme und das damit verbundene Abschneiden eines Drittels der Haushalte in Neuenbeken einen erheblichen Nachteil erleiden, der im schlimmsten Fall zur Aufgabe des Geschäftes führen kann«, befürchten die drei Ratsherren: »Dies muss unbedingt vermieden werden.«

Unstreitig sei jedoch, dass der Durchgangsverkehr aus Marienloh, Bad Lippspringe und Schlangen in Richtung Altenbeken oder B64 kommend frühzeitig umgeleitet werden muss.

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