Di., 12.06.2018

Extremschwimmer will die Tsugaru Strait durchqueren André Wiersig ist wieder auf Rekordjagd

Extremschwimmer André Wiersig aus Paderborn will in diesem Sommer die Tsugaru Strait bezwingen.

Extremschwimmer André Wiersig aus Paderborn will in diesem Sommer die Tsugaru Strait bezwingen. Foto: privat

Paderborn (WB). Sieben Meeresengen auf fünf Kontinenten müssen beim »Oceans Seven« durchschwommen werden. André Wiersig aus Paderborn hat bereits vier Kanäle erfolgreich durchschwommen. In diesem Sommer will er die fünfte Etappe meistern, die bisher nur von 31 Menschen bewältigt wurde: die Tsugaru Strait in Japan. Zwischen dem 9. und 13. Juli soll nun Nummer fünf an der Reihe sein.

Bereits bezwungen hat Wiersig den Ärmelkanal (2014, 9 Stunden, 43 Minuten), den Kawai Channel (2015, 16 Stunden, 26 Minuten), den North Channel (2016, 12 Stunden, 17 Minuten) und den Santa Catalina Channel (2017, 9 Stunden, 48 Minuten).

Die Tsugaru Strait, die zwischen den Inseln Honshu und Hokkaido liegt, ist 20 Kilometer breit. Hier trifft die Japanische See auf den Nordpazifik und der japanische Tiefseegraben liegt auch ganz in der Nähe. Die Durchquerung dauert zwischen neun und 15 Stunden. Dieses Areal ist ein beliebtes Fanggebiet für Thunfische, die an Langleinen geködert werden. Wenn die Thunfische anbeißen, hängen sie aufgereiht in einer Reihe – und Haie müssen nur zuschnappen. Aus diesem Grund muss André Wiersig auch zwei Begleitboote chartern. Zwischen beiden Booten wird eine unterwasserlaufende Boje gezogen, die verhindert, dass der Schwimmer als Beute von den Haien wahrgenommen wird. Wiersig bezahlt an diesem Tag auch die örtlichen Fischer, damit diese nicht auf das Meer herausfahren – in der Hoffnung, dass diese Vorsichtsmaßnahme dazu beiträgt, nicht so viele Hai anzulocken.

Schwager Jürgen Peters im Kanu mit dabei

Ihn begleitet sein Schwager Jürgen Peters in einem Kanu. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Vom Begleitboot aus, auf dem auch zwei Vertreter der Swim Association mitfahren, die bestätigen, dass alles nach den Regeln abläuft, erhält Wiersig in Abständen von 30 Minuten über ein Netz Nahrung gereicht: die hochkalorische Masse hält ihn bei Kräften.

Wiersig arbeitet als Vertriebs- und Marketingleiter für ein IT-Unternehmen in Hamburg und absolviert einen Fulltime-Job. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wohnt er in Paderborn. »Die Japan-Reise kostet mit allem Drum und Dran rund 20.000 Euro, da ist es schon sehr hilfreich, wenn Unterstützung von Sponsoren kommt«, sagt der Extremschwimmer. Mittlerweile buchen ihn Unternehmen für Motivationsvorträge für Kunden- und Mitarbeiter-Events. Diese Honorare tragen ebenfalls zur Finanzierung der Expeditionen bei.

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