Mi., 11.07.2018

Rektor Walter Winkler an Paderborner Elisabeth-Grundschule verabschiedet Nach 27 Jahren ist Schluss

Rektor Walter Winker (links) erhält seine Entlassungsurkunde von Schulrat Torsten Buncher von der Schulaufsicht.

Rektor Walter Winker (links) erhält seine Entlassungsurkunde von Schulrat Torsten Buncher von der Schulaufsicht. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Paderborn (WB). Bereits 1959 hat für Walter Winkler das »Abenteuer Elisabethschule« begonnen: damals für vier Jahre als siebenjähriger Grundschüler, von 1991 an dann als Lehrkraft, Konrektor und Rektor der Schule im Paderborner Süden. Jetzt ist der 65-Jährige feierlich verabschiedet worden.

»Ich habe mein halbes Leben an dieser Schule verbracht«, sagt Walter Winkler. Vier Jahre als Schüler und 27 Jahre als »Kollege, der mit Herzblut und Engagement, Offenheit und Verständnis sowie einer Menge Empathie« die Jungen und Mädchen durch ihre Grundschulzeit geleitet hat, bedankt sich Konrektor Joachim König bei seinem Rektor, der immer seine Schule im Herzen getragen habe. »An unserer Schule brauchte man keinen Tag der offenen Tür«, sagt Joachim König. Die Bürotür des scheidenden Rektors habe immer offengestanden, dabei sei es egal gewesen, ob Schüler kamen, die ihren Ball aufgepumpt haben wollten oder Eltern, die um Gespräche gebeten hatten.

Rektor drückte als Kind selbst Elisabeth-Schulbank

»Schon vor der Schulzeit war Walter Winkler auf dem Schulhof unterwegs um mit den Eltern, Schülern und dem Kollegium zu sprechen«, sagt der Konrektor. Durch sein Engagement seien nicht nur bestehende Veranstaltungen wie die Sternwanderung oder das Schulfest fortgeführt worden, sondern auch Neuerungen wie das Zirkusprojekt, die Fußball-AG oder das Schülerparlament hätten Einzug in den Schullalltag der Jungen und Mädchen gehalten. »Sie standen immer in einer ganz großen Nähe zu den Kindern, aber auch zu den Eltern«, sagt Schulrat Torsten Buncher von der Schulaufsicht.

Auch Wolfgang Walter als Beigeordneter der Stadt Paderborn stimmt in den Chor der Lobgesänge mit ein: »Es ist Ihre Schule hier. Umso schöner ist es, dass Sie als Helfer und Gesprächspartner für die Kollegen und Schüler an der Elisabethschule bleiben.« Neben der Fußball-AG wird Walter Winkler als Lesepate sowie Hausaufgaben- und Betreuungshilfe an der Schule bleiben. Nicht nur mit Reden ist Walter Winkler verabschiedet worden. Jeder Schüler hat sein ganz eigens Portrait des Schulleiters angefertigt. Auch das Schullied ist zum Abschied um eine Strophe erweitert worden.

»Ganz wichtig ist, dass das Kollegium immer zusammenhält. Die Bedürfnisse der Kinder müssen an erster Stelle stehen«, plädierte Walter Winkler abschließend. Nur schweren Herzens gebe er seinen Beruf als Rektor »seiner Schule« auf. 2004 hat er die Leitung der Grundschule übernommen.

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