Do., 08.03.2018

55 Firmen bei Salzkottener Ausbildungsplatzbörse Andrang so groß wie noch nie

Michael Marx, Leiter der Hella-Berufsausbildung, informierte mit den Auszubildenden Nick Westhölter, Daniel Willmes und Til Stupeler auch Marcella Gärtner und Celine Gallitano (von links) über die Möglichkeiten in dem Unternehmen.

Michael Marx, Leiter der Hella-Berufsausbildung, informierte mit den Auszubildenden Nick Westhölter, Daniel Willmes und Til Stupeler auch Marcella Gärtner und Celine Gallitano (von links) über die Möglichkeiten in dem Unternehmen. Foto: Hans Büttner

Salzkotten (WB/eb). Zum 22. Mal ging jetzt in Salzkotten die Ausbildungsplatzbörse über die Bühne, aber einen solchen Andrang wie am Dienstagabend gab es noch nie. 55 Firmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen erwarteten in der Mensa und sogar im Foyer der Gesamtschule die Jugendlichen.

Auch die Zahl der zukünftigen Auszubildenden war sehr hoch. »Solch einen Zulauf hatten wir noch nie, wir sind sehr zufrieden«, freute sich Salzkottens Wirtschaftsförderer Peter Finke. Die Veranstaltung war wieder ein Gemeinschaftsprodukt der Stadt Salzkotten und der Agentur für Arbeit Paderborn.

»Als wir 1997 im Rathaus mit der Ausbildungsplatzbörse gestartet sind, hatten wir sechs Unternehmen und 100 Auszubildende«, erinnerte Bürgermeister Ulrich Berger an die Anfänge und warb gleich in eigener Sache, »auch die Stadt Salzkotten mit ihren rund 300 Mitarbeitern bietet gute Ausbildungsmöglichkeiten in zahlreichen Bereichen.«

Wie groß der Bedarf an Auszubildenden ist, machte Annika Dunsche deutlich. 800 Ausbildungsplätze seien in diesem Jahr im Kreis Paderborn noch unbesetzt, sagte die Mitarbeiterin des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit.

Auffallend war, dass unter den Jugendlichen auch zahlreiche Flüchtlinge waren. Der Einladung von Gerhard Helle aus Siddinghausen, der sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert, seien sie gerne gefolgt, versicherten sie. Auch Schüler des Gymnasium Eringerfeld waren in großer Zahl in Salzkotten vertreten.

Seit rund drei Jahren, so Rüdiger Matisz von der Agentur für Arbeit, mache sich der Mangel an Auszubildenden vermehrt bemerkbar. Umso größer würden die Bemühungen der Betriebe, ihren Personalbedarf mit der Ausbildung des Nachwuchses zu decken. »Bei uns läuft es noch recht gut«, sagte Michael Marx, Leiter der Berufsausbildung bei Hella. Nur in Berufen, die nicht so beworben werden, gebe es weniger Anfragen. 208 Auszubildende in vielerlei Bereichen seien derzeit bei Hella beschäftigt. In diesem Jahr werden 55 neue Lehrlinge ihre Ausbildung beginnen.

Noch beeindruckender sind die Zahlen beim Salzkottener Unternehmen projektW. Das Unternehmen an der Geseker Straße, nach eigener Aussage Spezialist und Marktführer im Bereich Systeme aus Stahl, hat 52 Mitarbeiter, darunter 21 Auszubildende in sieben Berufen.

»Wir stellen insbesondere für den eigenen Bedarf ein und unser Bestreben ist es, alle zu übernehmen«, sagte Ausbildungsleiter André Schrader.

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