Mi., 18.05.2016

Angelika B.s Anwalt äußert sich im »Stern«-Interview Opfer des Folter-Paares kehrte zu Peinigern zurück

In diesem Haus in Höxter-Bosseborn wurde Susanne F. zu Tode misshandelt.

In diesem Haus in Höxter-Bosseborn wurde Susanne F. zu Tode misshandelt. Foto: Michael Robrecht

Höxter (dpa/WB). Eines der Opfer des »Horror-Paares« in Höxter soll das Haus zwischendurch verlassen haben. Susanne F. sei für fünf oder sechs Tage in ihrer Wohnung in Bad Gandersheim gewesen, sagte der Bielefelder Anwalt von Angelika B., Peter Wüller, dem Magazin »Stern«.

Anwalt Peter Wüller

Sie sei dann aber zu ihren Peinigern zurückgekehrt.  Susanne F. wurde zu Tode gequält. Vielleicht seien die Frauen psychisch nicht in der Lage gewesen, das Martyrium zu beenden, sagte Wüller, aber »physisch hätten sie es tun können«.

 Die mutmaßliche Mittäterin Angelika B. empfindet nach Wüllers Angaben den Aufenthalt im Gefängnis wie Urlaub. 17 Jahre lang sei der frühere Ehemann Wilfried W. ihr Lebensmittelpunkt gewesen. Sie habe ihn bedient, ihm den Kontakt zu Frauen hergestellt, ihn herumgefahren. Im Gefängnis schreibe sie ihre Erinnerungen auf vielen Seiten nieder.

17 Jahre lang sei ihr Lebensmittelpunkt der frühere Ehemann gewesen, mit dem sie weiter zusammenlebte. Sie habe ihn bedient, ihm den Kontakt zu Frauen hergestellt, ihn herumgefahren. Sie sei ausschließlich für ihn da gewesen. Aber sie sei von dem 46-jährigen auch massiv misshandelt und verletzt worden. Ärztliche Untersuchungen hätten das ergeben, sagt Wüller.

Die 47-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer früherer Mann sollen in einem Haus in Höxter-Bosseborn jahrelang Frauen festgehalten und gequält haben,  nachdem sie diese per Anzeigen nach Ostwestfalen gelockt hatten. Mindestens zwei der Frauen starben an ihren schweren Verletzungen.

Lesen Sie mehr am Donnerstag, 19. Mai, im WESTFALEN-BLATT.

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