Di., 06.12.2016

Mutter des Opfers als Nebenklägerin im Prozess »Horror-Haus«: Heute geht es um Anika W.

Richter Bernd Emminghaus im Gerichtssaal.

Richter Bernd Emminghaus im Gerichtssaal. Foto: Ingo Schmitz

Paderborn (WB/ca). Im Prozess um das »Horror-Haus« von Höxter will sich das Landgericht Paderborn an diesem Dienstag zum ersten Mal mit einem der Todesopfer befassen.

Es geht um Anika W. (33), die dritte Ehefrau des Angeklagten Wilfried W. (46). Sie soll im August 2014 nach massiven Misshandlungen gestorben sein. Gegenüber der Mordkommission hatte Angelika W. (47) ausgesagt, sie habe die Leiche der Frau im Keller zerteilt und eingefroren.

Im Winter habe sie die Teile im Kaminofen verbrannt und die Asche mit Hilfe von Wilfried W. im Ort am Straßenrand verstreut. Die Polizei konnte keine sterblichen Überreste des Opfers finden. Nach der Tat schickte Angelika W. nach eigenen Angaben SMS an die Mutter der toten Frau und gab sich als Anika aus.

Die Mutter sitzt als Nebenklägerin im Prozess und erhofft sich Klarheit über das Schicksal ihrer Tochter. Verteidiger Peter Wüller sagte am Montag, die Angeklagte werde sich umfassend zum Tod von Anika W. äußern.

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