Di., 04.04.2017

Ehemann des zweiten Todesopfers Susanne F. sagt in Paderborn aus »Horror-Haus«-Prozess: Gericht lädt sieben Zeugen

Das Landgericht in Paderborn.

Das Landgericht in Paderborn. Foto: Ludmilla Ostermann

Paderborn (dpa). Das Landgericht Paderborn hat im Mordprozess um das sogenannte »Horror-Haus« von Höxter für Dienstag (9 Uhr) sieben Zeugen geladen.

Am 16. Verhandlungstag soll nach Angaben eines Gerichtssprechers unter anderen der Ehemann des zweites Todesopfers Susanne F. aussagen. Durch deren Tod war der Fall 2016 aufgeflogen. Die Angeklagten wollten die schwer verletzte Frau im April des vergangenen Jahres zurück in ihre Heimat nach Bad Gandersheim in Niedersachsen bringen. Sie blieben jedoch wegen einer Autopanne liegen. Susanne F. starb wenig später im Krankenhaus. Ihr Fall löste die Ermittlungen aus. Als Zeugen geladen sind auch drei Frauen, die jeweils mit dem Angeklagten Wilfried W. ein Verhältnis hatten.

Über Jahre hinweg sollen die Angeklagten Wilfried W. (47) und Angelika W. (48) mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Beide sind wegen Mordes angeklagt. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Bislang haben sich beide Angeklagte gegenseitig beschuldigt, die treibende Kraft gewesen zu sein.

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