Di., 05.12.2017

»Horror-Haus«-Prozess seit drei Wochen ohne Prof. Michael Osterheider Wie krank ist der Gutachter wirklich?

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Paderborn (WB/ca). Seit drei Wochen verhandelt das Paderborner Schwurgericht im »Horror-Haus«-Prozess ohne den Gutachter Prof. Michael Osterheider (61) aus Regensburg. Er hat sich krankgemeldet und dem Gericht ein Attest vorgelegt.

Wie krank ist er tatsächlich? Ein Lokalredakteur aus Regensburg sagte am Montag, er habe Osterheider Samstag gegen 1.30 Uhr noch in der Kneipe »Wunderbar« gesehen. Stimmt das?

Im Sekretariat der Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Regensburg hieß es am Montag, Osterheider sei in einer Besprechung. Eine Anfrage per E-Mail blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Dr. Detlev Binder, Verteidiger von Wilfried W., sagte, es dränge sich der Verdacht auf, Osterheider wolle mit seiner Krankmeldung kritischen Fragen des Gerichts ausweichen . Schließlich stehe der Verdacht einer Falschaussage im Raum.

Binder: »Für ihn ist es natürlich angenehmer, dass das Schwurgericht ihn aus Krankheitsgründen entpflichtet, als wenn es sich zu seiner Arbeit als Gutachter äußern würde.« Am Dienstag fällt der »Horror-Haus«-Prozess wegen Krankheit eines Richter aus.

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