Mo., 14.07.2014

Eröffnung am Strebkamp – auch Yoga-Unterricht und Kochkurse geplant  Der zweite Hindu-Tempel

Ein neues Zuhause: Der Bielefelder Hindu-Priester Iyer Sarma Parameswaran präsentiert den Hindu-Tempel am Strebkamp.

Ein neues Zuhause: Der Bielefelder Hindu-Priester Iyer Sarma Parameswaran präsentiert den Hindu-Tempel am Strebkamp. Foto: Manuel Neumann

Von Manuel Neumann

Bielefeld (WB). Bis zu 5000 Hindus gibt es in Bielefeld. Die Krishna-Anhänger unter ihnen haben jetzt in Bielefeld eine neue Anlaufstelle: den Hindu-Tempel am Strebkamp 10.

 Bereits 2013 war in Ummeln der erste Hindu-Tempel Bielefelds eröffnet worden. Iyer Sarma Parameswaran, Priester des neuen Tempels am Strebkamp, erklärt, was unter Krishna-Anhängern zu verstehen ist: »Im Hinduismus haben wir eine ähnliche Unterscheidung wie bei der Kirche zwischen evangelischen und katholischen Christen. Wir glauben an Radha Krishna. Krishna ist die Gottheit und Radha seine Frau, die immer zuerst genannt wird.« Kern dieser Glaubensrichtung seien Hingabe und Frieden.

 Iyer Sarma Parameswaran ist – wie im Hinduismus üblich – Priester von Geburt an. Hauptberuflich ist er als Sozialarbeiter bei der Stadt Bielefeld angestellt. Einen Vor- und einen Nachnamen hat er nur, weil das in Deutschland so vorgeschrieben ist. Eigentlich ist Iyer der Priestername, Sarma ist sein Eigenname und Parameswaran der Name seines Vaters. So setzen sich alle Namen in Indien zusammen.

 Kurz nach der Neueröffnung wollten sich die Hindus am vergangenen Wochenende auch den neuen Nachbarn vorstellen. »Wir sind sehr offen und laden alle ein, uns zu besuchen. Egal ob Deutsche, Inder, Hindus oder nicht, jeder ist willkommen«, betont Sarma Parameswaran. Eigens für das Eröffnungsfest ist auch der indische Hindu-Priester Prasanna Venkatesh nach Oldentrup gekommen. »Wir befinden uns im vierten Zeitalter des Hinduismus, dem sogenannten Kali-Yuga«, erklärte er den Besuchern. Gott zeige sich in diesem Zeitalter in einer Statur. Diese ist im Tempel auf dem Altar zu sehen, umrahmt von Räucherstäbchen.

 Jeden Abend von 18 Uhr bis 19.30 Uhr kommen die Hindus in den Tempel, Bielefelder, Lipper, Ostwestfalen. Dann beten sie, singen und meditieren. »Der Kern des Krishna-Glaubens ist der Frieden. Um ihn zu erlangen, meditiert man«, sagt Prasanna Venkatesh. Am vollsten ist es sonntags und freitags. Dann finden sich bis zu 50 Menschen am Strebkamp ein. Sarma Parameswaran: »Das liegt daran, dass man nur zum Beten in den Hindu-Tempel geht, wenn man an dem Tag noch kein Fleisch gegessen hat. Bei vielen Hindus ist das freitags ohnehin üblich.«

 Eine Konkurrenz zum Tempel in Ummeln wollen sie »auf keinen Fall« sein. Ihre Offenheit möchten sie leben. Zumal auch viele Deutsche Hinduismus-Gläubige zum regelmäßig in den Tempel kommen. Der Bielefelder Hindu-Priester hat weitere Pläne: »Bald möchten wir Yoga-Unterricht und indische Kochkurse anbieten.«

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