Di., 20.01.2015

Universität St. Gallen nimmt Bielefelder Insekt in seine hochklassige Kunstsammlung auf Tote Fliege wird Kunstobjekt

Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus (Mitte) mit Konzeptkünstler Frank Riklin (links) und sein Bruder Patrik.

Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus (Mitte) mit Konzeptkünstler Frank Riklin (links) und sein Bruder Patrik.

Bielefeld/St. Gallen (WB/mp). Eine 2012 gestorbene Stubenfliege, Erika, aus dem Bielefelder Stadtteil Deppendorf wird posthum zum umstrittenen
Star einer Kunstinstallation  der Universität St. Gallen.

Hinter der Aktion steckt im Ursprung der Bielefelder Geschäftsmann Dr. Hans-Dietrich Reckhaus. Der Chef des gleichnamigen Unternehmens zur Herstellung von Insektenvernichtungsmitteln hatte die Riklin-Brüder vor drei Jahren damit beauftragt, eine Imagekampagne für seinen Betrieb und seine Tötungsprodukte zu entwickeln. Rund um die Stubenfliege Erika erfanden sie die Aktion »Fliegen retten in Deppendorf«, die im Herbst 2012 bundesweit Aufsehen erregte.

Am 2. März wollen die Künstler Frank und Patrik Riklin das Insekt in einem kleinen Sarg aus Glas vor Ort beisetzen und so die edle Kunstsammlung der Schweizer Hochschule ergänzen. »Erika steht für die Symbiose von Kunst und Wirtschaft«, sagen die Konzeptkünstler, die Brüder Frank und Patrik Riklin, die mit Protesten rechnen.

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