So., 21.06.2015

Umzug zum Christopher Street Day Für Respekt und Toleranz

Foto: Bernhard Pierel

Von Uwe Koch

Bielefeld (WB). Vor allem Schwule und Lesben haben am Samstag in Bielefeld mit dem Christopher Street Day (CSD) für Respekt und Gleichberechtigung geworben.

Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hisste unter dem Jubel von mehr als 1000 Menschen die Regenbogenfahne am Rathaus. »Wir zeigen Flagge«, versprach das Stadtoberhaupt, das in Begleitung seines Lebensgefährten Thomas Sopp und seiner Mutter Ingrid Clausen (78) zu einem Umzug durch die Bielefelder Innenstadt antrat.

Der CSD in Bielefeld ist die größte Veranstaltung dieser Art in der Region ( hier geht's zu unserer Fotostrecke).

»Wir sind der Zucker im Pudding«, zitierte Clausen während eines Empfangs für Aktivisten und Repräsentanten aus schwul-lesbischen Organisationen das diesjährige Umzugsmotto. Es gelte, Menschen bei ihrem Coming Out für ihre sexuelle Präferenz beizustehen, ihnen bei Problemen in Familie, Beruf oder Nachbarschaft zu helfen. Allerdings seien »auch Bildungsarbeit und gesellschaftliche Aufklärung sowie Meinungsarbeit« wichtig, sagte Clausen. Schwule und Lesben müssten »klar Stellung beziehen, wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt« würden. Clausen: »Wir müssen klare Kante zeigen.« Der Oberbürgermeister lobte zudem die Bundesratsinitiative zur Gleichstellung der Ehe.

Die anschließende Parade führte mehr als 1000 Teilnehmer auf einen Umzug durch die Bielefelder Innenstadt. Dabei trugen viele CSD-Zugteilnehmer die Regenbogenfahne als Ausdruck von Vielfalt, Toleranz und Hoffnung für die Schwulen- und Lesbenbewegung.

Kommentare

@MB: Ohne Zucker wäre der Pudding ziemlich fade, meinen Sie nicht? ;) Im übrigen haben auch Homosexuelle Familien. Was des besonderen Schutzes bedarf sind Menschen, die bereit sind, ebenso verantwortungs- wie respektvoll mit anderen Menschen umzugehen: Denn solche Menschen bringen die ideale Voraussetzung mit, um eine Familie zu gründen, egal, ob sie hetero- oder homosexuell sind.

MB, also Kinder entstehen doch wie jeder weiß, durch Eizelle und Samen. Das betrifft nicht nur verheiratete Männer und Frauen. Lesben haben in der Regel eine Gebärmutter und Schwule in der Regel Hoden. Sollte also biologisch klappen. Meinst du nicht auch?
Aus meiner Sicht machen Kinder eine Familie aus. Es ist schön das deine Familie und andere geschützt werden. Es ist meiner Meinung nach allerdings "falsch und dreist", dass nicht alle Kinder gleichermaßen geschützt werden! Das hat nichts mit Homosexuell zu tun.

P.s.: Du bist Zucker, denn du versüßt anderen Menschen das Leben.

Was meint der Herr OB denn damit, " der Zucker im Pudding". Verstehe ich nicht.

Im übrigen, warum spricht man immer von Benachteiligung Homosexueller ? Ich sehe das so, jeder darf und soll glücklich werden. Aber die Familie im Ursprung, die nur durch Mann und Frau entstehen kann, muss besonders geschützt und gefördert werden. Hie von einer Benachteiligung Homosexuelle zu sprechen, ist aus meiner Sicht falsch und dreist !

3 Kommentare

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