Mi., 26.08.2015

Neue Blickbeziehungen, größerer Spielplatz und Einbeziehung des Lehrerparkplatzes Erweiterung des Parks der Menschenrechte möglich

Wie der Park der Menschenrechte nach Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens aussehen soll, soll bis Jahresende politisch entschieden sein. Der Umweltbetrieb hat einer Arbeitsgruppe erste Ideenskizzen vorgestellt.

Wie der Park der Menschenrechte nach Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens aussehen soll, soll bis Jahresende politisch entschieden sein. Der Umweltbetrieb hat einer Arbeitsgruppe erste Ideenskizzen vorgestellt. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld(WB). Das Versprechen steht: Nach dem Bau des Regenrückhaltebeckens im Park der Menschenrechte in der Altstadt soll die Grünanlage wieder neu entstehen – am liebsten schöner als zuvor. Für die inzwischen zweite Sitzung einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe hat der Umweltbetrieb vier Ideenskizzen erstellt.

Vorschlag 1 sieht vor, den Park in seinen früheren Abmessungen wieder herzurichten. Die Ideen 2 bis 4 schlagen vor, die innerstädtische Grünfläche um den heutigen Lehrerparkplatz an der Kindermannstraße zu erweitern. Möglich wäre dann eine Vergrößerung des Spielgeländes.

Der Parkplatz mit 30 Stellplätzen, die außerhalb der Schulzeiten kostenpflichtig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, ist bereits gesperrt. Der Park ist bereits Baustelle. Die Arbeiten für den Bau des Beckens mit einem Fassungsvermögen von 6000 Kubikmetern sind bereits vergeben, die Einzäunung steht. Gebaut werde in enger Abstimmung mit dem benachbarten Gymnasium am Waldhof, den Archäologen des Landesverbandes Westfalen-Lippe und dem Kampfmittelräumdienst.

Unterricht möglichst wenig stören

Obwohl ein lärmarmes Verfahren zum Einsatz kommen soll, bei dem Bohlen nicht in die Erde geschlagen, sondern in vorgebohrte Löcher gedrückt werden sollen, wolle man vermeiden, den Unterricht über Gebühr zu belasten. Die Arbeiten am Becken seien jedoch nicht auf Ferienzeiten zu begrenzen. Lastwagen, die zum Beispiel Erde abfahren, würden die Ausfahrt hin zur Kindermann­straße nehmen.
Möglich sei es, Bäume nach Fertigstellung des Beckens bis auf zwei Ausnahmen wieder an Original-Standorte zu pflanzen, denn das Becken bekomme eine bis zu 2,50 Meter dicke Erddecke.

Neugestaltung

Im April hatte die Politik die Schaffung einer Arbeitsgruppe zur Neugestaltung des Parks der Menschenrechte beschlossen. Dazu gehören das Gymnasium am Waldhof, die Kindermann-Stiftung, die Kreishandwerkerschaft, die Vereine Pro Lutter und Pro Grün, der Bielefelder Kunstverein, die Neustädter Marien-Gemeinde und die Ortsgruppe Bielefeld von Amnesty International. Ideen der Arbeitsgruppe wurden gesammelt und in den Ideenskizzen des Umweltbetriebes eingearbeitet. Unverzichtbar sind Freiflächen und schattige Plätze, Bänke, Beleuchtung oder der Spielplatz. Angeregt wurde, wieder eine direkte Sichtverbindung über eine Wegeachse zwischen dem Bunnemannplatz und der Neustädter Marienkirche zu schaffen. Die offene Lutter soll so bleiben wie sie ist.

Im Frühjahr wurden die Bäume im Park der Menschenrechte gefällt. Zwei konnten versetzt werden: einer davon in der Grünanlage selbst, ein anderer in den Skulpturengarten der Kunsthalle. Die Neugestaltung der Grünanlage in der Altstadt biete die Chance, neue Blickbeziehungen zu schaffen. Der kleine Park soll auch in Zukunft Pausenfläche für die Waldhof-Schüler sein, aber auch Erholungsraum für Einwohner.

Wiederherstellung im Herbst 2016

Wird der Zeitplan eingehalten, soll die Wiederherstellung der Parkfläche im Herbst 2016 in Angriff genommen werden – auch, um Bäume in der Vegetationspause pflanzen zu können. Der Umweltbetrieb verspricht, dass diese Bäume auch eine entsprechende Größe haben werden, nicht so klein sind wie zum Beispiel auf dem Kesselbrink.

Der Betriebsausschuss Umwelt und die Bezirksvertretung Mitte sollen die Gestaltung beschließen, eine Bürger-Information könnte dann im Januar 2016 stattfinden. Das Regenrückhaltebecken ist erforderlich, um im weiteren Verlauf der Luttersanierung die Allee mit alten Platanen an der Ravensberger Straße weitestgehend zu erhalten.

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