So., 10.01.2016

Polizei erhöhte im neuen Bahnhofsviertel auch am Samstagabend die Präsenz - wieder eine Sextat - Hooligans versammeln sich Freitagnacht Erneut Vorfälle am Boulevard

Die Polizei ist auch Samstagnacht am Boulevard präsent.

Die Polizei ist auch Samstagnacht am Boulevard präsent. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB/sba/sb). Nach den Silvestervorfällen auf dem Boulevard in Bielefeld hat die Polizei nach Freitag auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag starke Präsenz gezeigt. Trotzdem kam es erneut zu Vorfällen im neuen Bahnhofsviertel. Wie schon in der Nacht zu Samstag seien keine größeren Gruppen mit Migrationshintergrund anzutreffen. Es gab aber erneut eine Sextat und Diebstähle. Ein Aufreger am späten Freitagabend war die Versammlung von 80 Hooligans am Boulevard.

Die Polizei war in den beiden Nächten zwischen 22 und 6 Uhr im neuen Bahnhofsviertel im Einsatz - mit etwa doppelt soviel Einsatzkräften wie an normalen Wochenenden.

Zwei männliche Personen wurden von einer etwa zehnköpfigen Personengruppe an der Stadthalle Tüte angegangen und verletzt. Die Täter wurden als südländisch oder nordafrikanisch beschrieben.

Polizei stellt Täter an der Diskothek - Frau von Mann sexuell bedrängt

Polizeibeamte kontrollierten am frühen Sonntagmorgen eine Personengruppe an einer Diskothek am Boulevard, auf die die Personenbeschreibung der beiden Opfer zutraf. Bei einer Person wurde eine Tüte mit Betäubungsmittel gefunden. Während der Kontrolle meldete sich eine Frau. Sie gab an, dass sie ein Mann aus dieser Gruppe, am Eingang der Diskothek sexuell bedrängt und berührt habe.

Die sechs jungen Männer wurden zum Polizeipräsidium gefahren. Die Ermittlungen dauern noch an.

Zudem konnte ein Dieb festgenommen werden. Eine männliche Person bewarf eine Personengruppe mit einem Döner. Er traf dabei eine Frau. Nach einer kurzen Verfolgung stoppten ihn Polizeibeamte und nahmen eine Anzeige wegen  Sachbeschädigung auf.

Bereits am späten Freitagabend hatten sich nach Polizeiangaben ab 22 Uhr etwa 80 Menschen im Neuen Bahnhofsviertel versammelt, die der Hooligan-Szene zuzuordnen seien. Einige von ihnen seien Fans von Arminia Bielefeld und Hannover 96.

Gruppen verabreden sich bei Facebook

Die Menschen hätten sich über Facebook verabredet. Ihr selbst ernanntes Ziel: zu verhindern, dass es am Boulevard zu erneuten Übergriffen kommt. »Sie sind einmal durch das Bahnhofsviertel und den Bahnhof gezogen«, berichtet Polizeisprecher Udo Krüger. Die Gruppe hätte zwei Böller gezündet und zwei Flaschen in Richtung Bahnsteig geworfen. »Es ist aber niemand verletzt worden und nichts beschädigt worden«, sagt Krüger. Gegen Mitternacht löste sich die Gruppe wieder auf. »Ansonsten waren in der Nacht keine größeren Personengruppen festzustellen«, sagt Krüger.

Die Polizei nahm in der Nacht vier weitere Antanzdiebe fest. Auf Anfrage wurden aber keine Nationalitäten und Einzelheiten genannt. Eine weitere Person wurde wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts festgenommen. Gegen eine weiteren Mann lag ein Haftbefehl zur Abschiebung vor. Zudem hatte die Polizei Probleme mit zwei Männern, die mit aller Macht versuchten, in die Diskothek zu kommen. Der eine akzeptierte den Platzverweis der Beamten, der zweite musste in Polizeigewahrsam genommen werden. Zudem verzeichnete die Polizei vier weitere Anzeigen: wegen Handy-Diebstahls, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Zechprellerei.

Kommentare

Hooligans ??? woher kommen diese Infos?

Wie kommen WB wie auch andere Medien darauf, daß es Hooligans waren, die am Boulevard aufgelaufen sind? Die Polizeipressemitteilung über 80 Fans (!) von Arminia Bielefeld und Hannover 96 ist schlichtweg falsch, genauso wie die Zahlenangaben!
Es war eine Gruppe besorgter Männer verschiedenster Coleur, die durch Präsenz ein Zeichen setzen wollten.
Bis hier hin und nicht weiter! Sonst wäre die Gruppe auch nicht so zeitnah tatenlos wieder abgezogen.
Das Gewaltmonopol liegt ganz klar bei der Polizei, aber diese hat die Problem rund um den Boulevard und anderswo nicht in den Griff bekommen.
Der Auflauf am Freitagabend sollte eher ein Zeichen sein, daß man - sollte sich nicht schnell was ändern in Sachen sexueller Übergriffe, Taschendiebstähle und Sicherheitsgefühl auf den Straßen - die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen kann.
Zu befürchten wären dann Vorfälle wie in Köln gestern abend - und das möchte wohl keiner! Hier kann es dann schnell die falschen treffen.
Das wäre der Anfang eines Bürgerkrieges, den keiner der hier Lebenden will.

1 Kommentare

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