Mi., 20.07.2016

Neues Golfbuch analysiert Spielerprofile – Trainer aus Bad Oeynhausen ist Co-Autor Auf dem Platz sind Typen gefragt

Fred Hoffmann, Golf-Trainer aus Bad Oeynhausen, und seine Co-Autorin Ina Eltner aus Bielefeld haben im Eigenverlag ein neues Lehrbuch herausgegeben. Ihr neuer Ansatz: Für Spielertypen wie »Kämpfer« gibt es passende Tipps fürs bessere Spiel.

Fred Hoffmann, Golf-Trainer aus Bad Oeynhausen, und seine Co-Autorin Ina Eltner aus Bielefeld haben im Eigenverlag ein neues Lehrbuch herausgegeben. Ihr neuer Ansatz: Für Spielertypen wie »Kämpfer« gibt es passende Tipps fürs bessere Spiel. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bielefeld/Bad Oeynhausen (WB). Selbst Golfspieler vergessen ab und zu ihre Etikette. Mit Frust im Bauch stehen sie am Abschlag, jagen vergeblich ihrem Handicap nach. Die Folge: Sie ärgern sich von Loch zu Loch. Einen Weg aus der Krise will das Buch »Die Golf-Profiler« aufzeigen. Einer der beiden Autoren ist die Management-Trainerin Ina Eltner aus Quelle.

Zusammen mit Fred Hoffmann, Golftrainer aus Bad Oeynhausen, will die 47-Jährige Spielertypen wie »Kämpfer«, »Begeisterte«, »Perfektionisten« und »Harmonische« wieder in die Spur bringen. Die These der Autoren lautet: Golfspieler sind unterschiedliche Typen mit verschiedenen Profilen. Somit sei derselbe Rat nicht für jeden Spieler hilfreich. »Wir füllen eine Nische aus, weil bisher niemand Golfspieler systematisch ausgewertet hat«, sagt Ina Eltner. Das sei ein Unterschied zu vielen der bisher gut 600 deutschsprachigen Golfbücher auf dem Markt.

Vier Jahre lang haben die beiden Autoren an ihrem Buch gearbeitet, das im Eigenverlag erschienen ist. Lohn der Mühe: Das 364 Seiten umfassende Werk wurde bereits von renommierten Zeitschriften wie »Golf Aktuell« und »Golf Journal« rezensiert. »Ein Ritterschlag für uns«, sagt Ina Eltner.

Buch-Idee nach Golfurlaub auf Teneriffa

Golf ist ihre Passion. Seit 2002 spielt sie, ist Mitglied im Golfclub Ravensberger Land in Enger. Fred Hoffmann begann bereits als Zehnjähriger mit dem Golfsport, ist sogenannter Teaching Professional im Golf-Club Widukind-Land in Löhne. Erfahrung sammelte er als Kadertrainer des NRW-Golfverbandes und bis zur letzten Saison als Head Coach eines Zweitligisten aus Hamburg. Zudem besitzt er mit den C/B/A-Trainerlizenzen des Deutschen Golf-Verbandes, die höchst möglichen Qualifikationen als Professional.

Auf die Idee, ein Buch zu schreiben, kam Ina Eltner 2012, nach einem Golfurlaub auf Teneriffa. Dort sah sie, wie unterschiedlich Mitspieler einer Runde, Flight Partner genannt, auf Misserfolge reagieren. »Ich begleitete verschiedene Spieler und habe gemerkt: Das ist wie zu Hause. Einige sind zutiefst frustriert«, sagt Ina Eltner. Trotz des Gentleman-Images des Sports: Vereinzelnd seien einige Golfer so unbeherrscht, dass sie sogar ihre Schläger umherschmeißen.

Schon auf dem Rückflug entwickelte Ina Eltner ihre Idee weiter und fragte bei ihrem langjährigen Bekannten Fred Hoffmann an, ob er gemeinsam mit ihr dieses Buchprojekt realisieren würde. »Nach zwei Tagen bekam ich die längste E-Mail meines Lebens und wusste, ich habe ins Schwarze getroffen«, erinnert sie sich.

Verschiedene Typen unterschiedlich ansprechen

Ina Eltner, einst Schülerin des Brackweder Gymnasiums, ist heute Dozentin und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule OWL in Lemgo, betreut Master-Studenten in Management Skills und Interkultureller Kompetenz. Als Coach gibt sie Firmenseminare. Sie kennt unterschiedliche Persönlichkeits-Typen aus dem Arbeitsleben: »Es gibt zum Beispiel den korrekten Buchhalter, der mit seiner Perfektion andere zum Kochen bringt. Oder den kontaktfreudigen Vertriebler. Ihre Rollen können beide nicht so einfach tauschen.«

Ihre Erfahrungen als Coach und das praktische Trainingswissen von Fred Hoffmann verschmolzen im Buch. »Dabei sprechen wir die vier verschiedenen Typen unterschiedlich an. Wir glauben, dass der Kämpfer vor allem Überschriften liest. Deshalb ist die Ansprache an ihn sehr direkt«, sagt Fred Hoffmann. So bekommt der »Kämpfer« auch zu lesen, dass »gutes Golfen selten spektakuläres Golfen« ist. Das Buch soll auch Teaching Professionals (Golflehrern) weiterhelfen. Seminare und Trainings wollen sie bald gemeinsam anbieten. Rückmeldungen von Spielern für eine Evaluation sammeln sie über die dazugehörige Internetseite .

»Ziel unseres Buches ist es, dass der Ansporn, jede neue Runde besser zu spielen als die zuvor, den Spielern wieder Spaß macht. Denn eines ist klar: Golf ist ein toller Sport«, sagt Fred Hoffmann.

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