Do., 24.11.2016

Aber nicht alle finden das gut Stapenhorststraße: Tempo 30 kommt

Radler haben einen schweren Stand auf der Stapenhorststraße zwischen Melanchthon- und Kiskerstraße. Nach einem Unfall will die Verwaltung Tempo 30 einführen. Archiv-

Radler haben einen schweren Stand auf der Stapenhorststraße zwischen Melanchthon- und Kiskerstraße. Nach einem Unfall will die Verwaltung Tempo 30 einführen. Archiv- Foto: Büscher

Bielefeld (WB/MiS). Die Verwaltung möchte an der Stapenhorststraße zwischen Melanchthon- und Kiskerstraße Tempo 30 einführen. Bei einer Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Stapenhorstschule wurde das Konzept vorgestellt. Die meisten finden die geplante Neuregelung richtig. Aber es gab auch kritische Stimmen.

»Bei Tempo 30 gibt es noch mehr Stau«, meinte eine Anwohnerin. Auch die Reduzierung der Parkplätze findet sie nicht richtig: »Wo sollen die Leute ihre Autos denn abstellen?« Ein weiterer Bürger sagte, er nutze als Radler nie die Stapenhorststraße. »Viel zu gefährlich.« Besser sei es, die Rolandstraße als Fahrradstraße zu stärken. Ein Vertreter des Max-Planck-Gymnasiums sprach sich für eine Erweiterung des Tempo-30-Bereichs bis zur Kurt-Schumacher-Straße aus. »Dort sind viele Schüler unterwegs.«

Die Bürgerinformation am Mittwochabend war auch Ausfluss der kontroversen Debatte über die Temporeduzierung in der Bezirksvertretung Mitte. Dort hatte man sich daran gestoßen, dass Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) allein entscheiden darf, ohne dass die Politiker gehört werden. Umgesetzt werden sollen jetzt folgende Maßnahmen: die Temporeduzierung im angesprochenen Bereich. Dazu eine Reduzierung der Stellplätze von 32 auf 21. Der Gehweg wird teils auf die Mindestbreite von 1,30 Meter beschränkt. Außerdem soll die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben werden.

Auslöser für das Maßnahmenpaket war ein schwerer Unfall mit einem Radlerin auf der Stapenhorststraße vor einem Jahr. Stephanie Dietz (Straßenverkehrsbehörde) betonte, die Umgestaltung der Stapenhorststraße von 1986 sei nach heutigen Maßstäben nicht mehr genehmigungsfähig.

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