Mi., 30.11.2016

Polizei kontrolliert mit Zoll und Bezirksregierung in Bielefeld Im Einsatz gegen Einbrecher

Unter anderem hier am Ende der Ostwestfalenstraße kurz vor Altenhagen sind Fahnder im Einsatz.

Unter anderem hier am Ende der Ostwestfalenstraße kurz vor Altenhagen sind Fahnder im Einsatz. Foto: Jens Heinze

Bielefeld (WB/hz). Einbrecher, Schwarzarbeiter, illegale Abfalltransporteure – nach diesen und anderen Tätern suchten Polizisten, Zöllner und Ermittler der Bezirksregierung Detmold am Mittwoch anlässlich eines Groß-Kontrolltages.

In Bielefeld wurde den ganzen Tag über an Stellen gefahndet, an denen Kriminelle üblicherweise in das Stadtgebiet kommen: auf den großen Einfallstraßen in der Nähe der Autobahnabfahrten oder auf dem Ostwestfalendamm. Der Einsatz in der Großstadt war Teil einer insgesamt dreitägigen, länderübergreifenden Aktion in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie der belgischen und niederländischen Polizei. »Wir haben es mit Kriminaltouristen zu tun, die durch ganz Europa ziehen«, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger mit Blick auf reisende Täterbanden.

Unter anderem an der Kontrollstelle Ostwestfalenstraße/Übergang Kreisverkehr zur Altenhagener Straße schwärmten Dutzende Ermittler der drei Behörden Polizei, Zoll und Bezirksregierung aus. Die Kontrolle galt allen Autofahrern: Lastwagen, Kleintransporter, Familien- und Nobellimousinen wurden gleichermaßen angehalten, Insassen, Ladung und technischer Zustand des Fahrzeugs überprüft.

»Fahndungsdruck erhöhen«

»Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist Schwerpunktthema des Polizeipräsidiums Bielefeld. Wir wollen den Fahndungs- und Kontrolldruck auf Täter erhöhen und Erkenntnisse über deren Strukturen gewinnen«, sagte Polizeisprecher Achim Ridder. Daher seien zusätzlich zu den uniformierten Kräften auch Kripo- und Zivilfahnder in die Kontrolle mit eingebunden.

Um das Gewinnen von Erkenntnissen ganz anderer Art ging es beim Einsatz auf der Ostwestfalenstraße Zollermittlern von der Einheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit. »Wir befragen die Leute zu ihrem Beschäftigungsverhältnis«, sagte Kevin Ketscher vom Hauptzollamt Bielefeld. Ihn und seine drei Kollegen interessierten Fakten zu Themen wie Zahlung des Mindestlohnes, Scheinselbstständigkeit, Verstöße gegen das Ausländerrecht oder fehlende Arbeitsgenehmigungen.

Manfred Pfaff vom Abfallwirtschaftsdezernat der Bezirksregierung hatte illegale Müll- und Schrotttransporte im Blick. Ladung und Ladepapiere würden verglichen und Konzessionen überprüft, erklärte Pfaff.

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