Sa., 14.01.2017

Mehr als 1000 streunende Katzen im Stadtgebiet vermutet Tierschützer unterstützen Kastration

Mehr als 1000 streunende Katzen soll es in Bielefeld geben.

Mehr als 1000 streunende Katzen soll es in Bielefeld geben. Foto: dpa

Bielefeld  (WB/bp). Auf mehr als 1000 schätzt Tierschutzvereinsvorsitzender Helmut Tiekötter die Zahl von streunenden Katzen in Bielefeld. Ehrenamtliche kümmern sich häufig um die Tiere. Sie identifizieren die, die nicht ka­striert sind und sorgen dafür, dass eine Kastration erfolgt. Zudem füttern die Tierschützer die Tiere und hoffen, für sie ein neues Zuhause zu finden.

Cornelia Feierabend gehört zu einer Gruppe ehrenamtlicher Tierschützer, die knapp zwei Dutzend Katzen betreuen, die im Grünzug und im Bereich des Grabelandes Bultkamp in Schildesche leben.

Helmut Tiekötter wünscht sich, dass die Bultkamp-Katzen bei neuen Besitzern untergebracht werden können. Und er hofft, dass insgesamt möglichst alle Streuner, die in der Stadt unterwegs sind, fortpflanzungsunfähig gemacht werden. Die Bielefelder Tierärzte unterstützen dieses Bestreben. »Im Januar und im Februar bieten wir günstigere Preise als üblich an für Menschen, die sich die Kastration ihres Tieres nicht leisten können«, sagt Dr. Martin Schilling, Sprecher der Bielefelder Tierärzte.

In jedem Fall sei der Tierschutzverein der Vermittler. Dr. Schilling nennt als Kosten für den Eingriff 70 Euro bei Katern, 100 Euro bei Katzen. Sinnvoll seien zudem Kennzeichnungen durch Tätowierungen oder einen Chip.

Mehr lesen Sie am Wochenende, 14./15. Januar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

 

Kommentare

Wir von der Welttierschutzgesellschaft befürworten das Bestreben des Bielefelder Tierschützers Helmut Tiekötter möglichst viele Katzen fortpflanzungsunfähig zu machen. Nur durch eine flächendeckende, bestenfalls verbindliche Regelung zur Kastration durch die Städte und Gemeinden, kann die unkontrollierte Vermehrung gestoppt und den Katzen ein tiergerechtes Leben ermöglicht werden.

In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern ist das Problem noch deutlich brisanter. Die Katzen sind oftmals besitzerlos, ein Herrchen oder Frauchen, das für die Kastration bezahlen kann, gibt es leider nicht. Das Wohl der Tiere liegt deshalb in der Hand von einzelnen Tierschützern und Tierschutzorganisationen.

Wir von der Welttierschutzgesellschaft haben gemeinsam mit unserer Partnerorganisation, der Streunerhilfe Bulgarien e.V., eine Katzenkastrationsklinik in der bulgarischen Stadt Plovdiv aufgebaut, um dieses Problem nachhaltig zu lösen. Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren mindestens 70 Prozent der Katzenpopulation Plovdivs zu kastrieren. Dafür werden nach und nach die Katzen jedes Stadtteils eingefangen, operiert und anschließend an den angestammten Plätzen wieder freigelassen.
Tierliebe Bürgerinnen und Bürger können darüber hinaus „ihre“ Straßenkatzen kostenlos kastrieren lassen und so aktiv dazu beitragen die Streunerpopulation in Plovdiv langfristig einzudämmen und weiteres Tierleid zu verhindern.

Du willst mehr über unser Projekt erfahren? Dann klick hier: http://welttierschutz.org/projekte/streuner/katzenrettung-in-bulgarien/

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