Mi., 31.05.2017

»Pioneers Club« will etablierte Unternehmen, Start-up-Firmen und Experten in Bielefeld zusammenbringen Neuer Hotspot der Digitalisierung in OWL

Das Team des »Pioneers Club OWL« – Pia Schwalbe (vorne, von rechts), Geschäftsführer Andreas von Estorff, Britta Herbst und Mirela Causevic – sowie die »Founders Foundation«-Geschäftsführer Dominik Gross (links) und Sebastian Borek.

Das Team des »Pioneers Club OWL« – Pia Schwalbe (vorne, von rechts), Geschäftsführer Andreas von Estorff, Britta Herbst und Mirela Causevic – sowie die »Founders Foundation«-Geschäftsführer Dominik Gross (links) und Sebastian Borek.

Von Oliver Horst

Bielefeld (WB). Gründergeist und Aufbruchstimmung sind beim »Pioneers Club OWL« regelrecht greifbar: Die Handwerker arbeiten noch in den Räumen, die ersten Schreibtische und Stühle stehen aber schon.

Von Donnerstag an soll das 800-Quadratmeter-Projekt mitten in Bielefeld seinen Betrieb aufnehmen und zentraler Treffpunkt in Sachen Digitalisierung für etablierte Unternehmen, Start-up-Firmen sowie Kreativ­experten in der Region werden.

Ziel ist der Austausch und die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg, um die digitale Wettbewerbsfähigkeit des klassischen Mittelstands zu sichern – auch dank der Ideen junger Firmen. Das sagt Pioneers-Geschäftsführer Andreas von Estorff. Der maßgeblich von den Bielefelder Unternehmen Dr. Kurt Wolff (Kosmetik und Arzneimittel) sowie Gebäudehüllenspezialist Schüco mit aufgebaute »Pioneers Club OWL« bietet hierzu 80 Arbeitsplätze auf einer offenen Fläche samt Gastro- und Chill-out-Area sowie vier separate Besprechungsräume.

Schon Ende Juni sollen alle Arbeitsplätze vermietet sein an junge Digitaleinheiten alteingesessener OWL-Unternehmen, Start-ups sowie Experten aus der Kreativwirtschaft.

»Das kleine Silicon Valley in OWL«

Eine enge Kooperation besteht mit dem von der Bertelsmann-Stiftung und der Unternehmerfamilie Mohn getragenen Start-up-Ausbildungscamps »Founders Foundation« in Bielefeld. Auch aus der Not, erfolgreiche Gründungen oder Digitalabteilungen hiesiger Firmen nicht an Hotspots wie Berlin oder sogar ins Ausland zu verlieren, sei die Idee des »Pioneers Clubs« entstanden, sagt »Founders Foundation«-Geschäftsführer Sebastian Borek.

»Hier sollen die Jungunternehmer die beste Infrastruktur finden, die sie zum Arbeiten und Leben brauchen, Kinderbetreuung und Schlafmöglichkeit inklusive«, sagt von Estorff, der als Berater die digitale Transformation von Wolff begleitet. »Der Pioneers Club soll das kleine Silicon Valley in OWL werden.«

Garage 33 und Denkwerk

Mit anderen Start-up-Standorten in der Region wie der »Garage 33« in Paderborn , dem Denkwerk in Herford , aber auch den Hochschulen werde eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Borek spricht von einer wachsenden Szene. »Wir ziehen Gründer auch aus anderen Regionen an.«

Im »Pioneers Club«, in dem Firmen wie in einem Industrie- oder Handelsclub Mitglied werden können, sind auch Veranstaltungen rund um Digitalisierungsthemen geplant. Erstes großes Event soll Mitte Juni ein »Hackathon« sein. Unternehmen wie Miele, Boge, Benteler, Wortmann, Alcina und Claas werden den Gründerteams konkrete Aufgaben stellen: etwa eine Waschmaschine, bei der jeder Vorgang abgerechnet wird. Oder eine Maschine, bei der Sensoren sicherstellen sollen, dass nur Originalteile verwendet werden. Die Lösungen könnten Ideen für neue Geschäftsmodelle sein.

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