Mo., 19.06.2017

Festzug des neuen Königspaares in Bielefeld-Schildesche fällt mangels Besuchern aus Eklat beim Schützenfest

Die Schildescher Insignienschützen mit dem neuen Majestäten (von links): Thomas Guntelmann, Hans-Ulrich Hess, Steve Wasyliw, das Königspaar Gaby und Wolfgang Westerheide, Eduard Wasyliw und Jens Krammenschneider.

Die Schildescher Insignienschützen mit dem neuen Majestäten (von links): Thomas Guntelmann, Hans-Ulrich Hess, Steve Wasyliw, das Königspaar Gaby und Wolfgang Westerheide, Eduard Wasyliw und Jens Krammenschneider.

Bielefeld (WB/hz). Haben die 40 Mitglieder der erst vor drei Jahren gegründeten Schützenfreunde Schildesche auf Dauer eine Zukunft im Stadtbezirk? Diese Frage ist nach dem Schützenfest vom Wochenende offener denn je.

Nach dem ersten Festtag am Freitag – Schützensprecher Steve Wasyliw berichtete von 140 Teilnehmern beim Zapfenstreich an der Stiftskirche und von 250 Gästen bei der anschließenden Partynacht – gab es am Samstag lange Gesichter. Der Festzug vom Ort des Schützenfestes, der Jugendfreizeitstätte HoT Schildesche an der Ringenberg­straße, zur Königsproklamation an der Stiftskirche fand mangels Teilnehmern nicht statt.

Gastvereine bleiben weg

Bis auf eine kleine Abordnung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr hatten die Mitglieder sämtlicher Gastvereine die Schildescher Schützen und ihr neues Königspaar Gaby und Wolfgang Westerheide hängen lassen und waren nicht erschienen.

Selbst die eigenen Reihen der Schützenfreunde waren nicht geschlossen. Nicht alle der 40 Mitglieder kamen zur Proklamation. Zudem fehlten bei der Ehrung am Samstagabend zwei Schildescher Insignienschützen. Nur einer davon hatte sich krankheitsbedingt entschuldigen lassen.

»Es könnte noch ein langer Weg werden und noch einige Zeit dauern«, kommentierte Schützenvorstand Thomas Guntelmann bei seiner eilig überarbeiteten Festrede die Zukunft des Schützenwesens in Schildesche. Guntelmann, Motivator der Schildescher Schützen und Organisator des Festes, wurde nach seiner stark gekürzten Ansprache mit dem Orden für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Trotzdem große Pläne

Trotz des Eklats um den abgesagten Proklamationszug haben die Schützenfreunde, Nachfolger des seit Mai 2014 insolventen Schützenvereins »Waidmannsheil« Schildesche, große Pläne. Wie Sprecher Steve Wasyliw erzählte, würden die derzeit quasi obdachlosen Schützenfreunde für ein neues Heim planen, wie es das beim Vorgängerverein an der Ecke Westerfeld-/Theesener Straße gegeben habe.

»Die finanziellen Möglichkeiten für ein eigenes Vereinsheim mit Schießstand sind vorhanden«, sagte Wasyliw. Die Schützen hätten bereits auf den alten Bahnhof spekuliert, der aber von Stadt für Sozialwohnungen genutzt werde. Das Angebot, nach Vilsendorf umzusiedeln, hätten die Schützenfreunde ausgeschlagen. Wasyliw: »Wir wollen im Stadtbezirk bleiben und suchen deshalb in Schildesche weiter.«

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