Di., 15.08.2017

CDU-Kandidat will den Bielefelder Bundestagswahlkreis direkt gewinnen 20 Fragen an Michael Weber

Michael Weber (58) auf dem Kirchplatz seines Heimat-Stadtbezirks Schildesche: Der Kommunalpolitiker möchte den Sprung in den Bundestag schaffen und dort die Nachfolge der CDU-Abgeordneten Lena Strothmann antreten.

Michael Weber (58) auf dem Kirchplatz seines Heimat-Stadtbezirks Schildesche: Der Kommunalpolitiker möchte den Sprung in den Bundestag schaffen und dort die Nachfolge der CDU-Abgeordneten Lena Strothmann antreten. Foto: Hans-Werner Büscher

Bielefeld (WB). 237.000 Bielefelder entscheiden am 24. September darüber, wer die Stadt im Bundestag vertreten soll. WESTFALEN-BLATT-Redakteur Michael Schläger hat die Direktkandidaten gebeten, 20 Halbsätze zu vervollständigen. Ein kleiner Einblick darin, was sie denken und wie die Bewerber aktuelle Themen einschätzen. Den Anfang macht Michael Weber (CDU).

Ich will in den Bundestag, weil ich dort meine kommunalpolitische Erfahrung aus Bielefeld am besten einbringen kann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte ich immer schon mal sagen, dass ich beeindruckt bin von dem Pensum, das sie bewältigen muss, und dass ich mir das auch von vielen anderen Spitzenpolitikern wünschen würde.

Zur Person

Michael Weber (58), verheiratet, zwei Töchter (23 und 25 Jahre alt). Von Beruf Produktmanager, gelernter Industriekaufmann. Auf der NRW-Landesliste für die Bundestagswahl belegt Weber Platz 35. Mit 14 in der Jungen Union, in der CDU seit 1975. Weber ist Kreisvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Erste kommunalpolitische Erfahrungen sammelte der Bundestagsbewerber ab 1989 in der Bezirksvertretung Schildesche. Seit 1994 ist er Ratsmitglied, engagiert vor allem in der Sozialpolitik.

Wenn ich SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz einen Tipp geben könnte, dann trotz aller Hektik souverän mit den Themen umzugehen. Polemik bringt nichts.

Ich bin CDU-Mitglied geworden, weil ich in den 70er Jahren die CDU als die Partei mit den besten Argumenten angesehen habe.

Für Bielefeld will ich im Bundestag erreichen , dass wir die Langzeitarbeitslosigkeit reduzieren, die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verbessern und die Uni eine Medizinische Fakultät bekommt.

Meine Mitbewerberin Wiebke Esdar (SPD) muss damit rechnen , dass ich der SPD Bielefeld nicht kampflos überlasse. Ich strebe das Direktmandat an.

Meine Stärken sind , dass ich zuhören und mich gut in andere Menschen hineinversetzen kann.

Meine Schwäche ist , dass ich jenseits der 50 manchmal zu ungeduldig geworden bin.

Die Rente ist sicher, wenn die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland so positiv weiterläuft wie in den vergangenen vier Jahren.

Wir schaffen das mit den Flüchtlingen, wenn die Gesellschaft genauso zusammenhält wie wir das in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben. In Bielefeld hat das besonders gut funktioniert.

Diesel-Fahrverbote können vermieden werden, wenn die Automobilindustrie jetzt echte Lösungen anbietet, die ja schon in den Schubladen liegen.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass alle in der Gesellschaft am zunehmenden Wohlstand teilhaben können.

Die Steuern können gesenkt werden, wenn wir weiterhin eine gute wirtschaftliche Entwicklung haben. Die Zeichen dafür stehen jetzt gut.

Die europäische Einigung ist für mich auf der einen Seite ein Segen, den wir schon erreicht haben. Auf der anderen Seite auch eine Herausforderung, diese nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

Die AfD ist für mich eine Ansammlung von Populisten und Egomanen, mit denen wir uns trotzdem auseinander setzen müssen.

Die Debatte über mehr innere Sicherheit ist enorm wichtig, weil wir Freiheit gewährleisten und andererseits Terrorismus und Kriminalität entschieden entgegentreten müssen.

Wenn die CDU stärkste Fraktion würde, wünsche ich mir eine Koalition mit der FDP. Das ist dann Realpolitik.

Außer Politik ist für mich besonders wichtig , dass die Gesundheit und das Umfeld in der Familie stimmen.

Entspannen kann ich besonders gut bei unterschiedlichen Musikerlebnissen, besonders bei klassischer Musik.

Wenn es mit dem Bundestagsmandat nicht klappt , dann mache ich in der Kommunalpolitik weiter .

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