Sa., 19.08.2017

Bielefelds SPD-Vorsitzende will in den Bundestag 20 Fragen an Dr. Wiebke Esdar

Dr. Wiebke Esdar in der Bielefelder Parteizentrale: vor sich das Werbematerial, hinter ihr die Fotos des Bielefelder Verlegers und SPD-Politikers Emil Groß (links) und ein Porträt von Willy Brandt, aufgenommen 1976 in Bielefeld.

Dr. Wiebke Esdar in der Bielefelder Parteizentrale: vor sich das Werbematerial, hinter ihr die Fotos des Bielefelder Verlegers und SPD-Politikers Emil Groß (links) und ein Porträt von Willy Brandt, aufgenommen 1976 in Bielefeld. Foto: Hans-Werner Büscher

Bielefeld (WB). 237.000 Bielefelder entscheiden am 24. September darüber, wer die Stadt im Bundestag vertreten soll. WESTFALEN-BLATT-Redakteur Michael Schläger hat die Direktkandidaten gebeten, 20 Halbsätze zu vervollständigen. Ein kleiner Einblick darin, was sie denken und wie sie aktuelle Themen einschätzen. Heute antwortet Dr. Wiebke Esdar (SPD).

Ich will in den Bundestag,

Zur Person

Dr. Wiebke Esdar (33) ist ledig, aber lebt in fester Partnerschaft. Esdar ist promovierte Psychologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bielefeld. Auf der NRW-Landesliste für die Bundestagswahl belegt Esdar Platz 36. Seit 2005 ist die Bewerberin SPD-Mitglied, war früher Juso-Vorsitzende. 2014 wurde sie in den Rat gewählt. Seit 2016 ist Wiebke Esdar auch Unterbezirksvorsitzende ihrer Partei. Engagiert hat sich die gebürtige Bielefelderin als Jugendliche im Schwimmverein, als Studentin im Studierendenparlament und im Uni-Senat und aktuell im »Bündnis gegen Rechts«.

weil ich Bielefeld und Werther eine starke Stimme in Berlin geben möchte.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wollte ich immer schon mal sagen: Lass uns gemeinsam für mehr Gerechtigkeit kämpfen.

Wenn ich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Tipp geben könnte, würde ich ihr raten, sich den Diskussionen zu den großen Herausforderungen in diesem Land zu stellen. Stehen Sie für Inhalte und nicht für Machterhalt!

Ich bin SPD-Mitglied geworden, weil ich die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität für die besten halte.

Für Bielefeld will ich im Bundestag erreichen, dass alle Anliegen aus der Stadt dort an der richtigen Stelle gehört werden.

Mein Mitbewerber Michael Weber (CDU) muss damit rechnen, dass ich ein eigenständiges inhaltliches Profil von ihm erwarte. Damit werde ich ihn konfrontieren.

Meine Stärken sind meine Netzwerke und meine Erfahrungen aus dem Ehrenamt, der Kommunalpolitik und der Wissenschaft.

Meine Schwäche ist , dass ich noch dabei bin zu lernen, dass Unterstützung nicht nur guttut, sondern notwendig ist, weil ich nicht alles allein machen kann.

Die Rente ist sicher, wenn wir sie so reformieren, wie es die SPD vorschlägt.

Wir schaffen das mit den Flüchtlingen, wenn wir bereit sind, in Zukunft in alle Menschen, die bei uns leben, zu investieren.

Diesel-Fahrverbote können vermieden werden, wenn die Industrie endlich bereit ist, moderne Antriebstechnik ehrlich zu produzieren.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich Chancengleichheit von Anfang an und ein starker Sozialstaat, der den Schwächsten hilft.

Die Steuern können gesenkt werden, wenn wir besonders hohe Vermögen und Kapitalerträge mehr zunächst in die Pflicht nehmen. Uns geht es um eine Umverteilung, die gerecht ist.

Die europäische Einigung ist für mich die Garantie für Frieden, Reisefreiheit und wirtschaftliche Stärke.

Die AfD ist für mich der Ansporn, mich noch mehr um diejenigen zu bemühen, die von der Politik enttäuscht sind.

Die Debatte über mehr Sicherheit ist wichtig , muss aber sachlicher und weniger aufgeregt geführt werden. Dabei darf man nicht mit den Ängsten der Menschen spielen.

Wenn die SPD die Regierung bilden kann, wünsche ich mir eine Koalition mit den Grünen.

Außer Politik sind für mich besonders wichtig: mein Partner, meine Freunde, meine Familie, Sport, Reisen und Mädels-Abende.

Entspannen kann ich besonders gut beim Joggen und Schwimmen.

Wenn es mit dem Bundestagsmandat nicht klappt , werde ich weiter sozialdemokratische Politik machen.

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