Di., 22.08.2017

Kandidatin der Grünen ist bereits seit 2005 im Bundestag 20 Fragen an Britta Haßelmann

Die Bielefelderin Britta Haßelmann (55) steht auf Platz 1 der NRW-Grünen für die Bundestagswahl.

Die Bielefelderin Britta Haßelmann (55) steht auf Platz 1 der NRW-Grünen für die Bundestagswahl. Foto: Hans-Werner Büscher

Bielefeld (WB). 237.000 Bielefelder entscheiden am 24. September darüber, wer die Stadt im Bundestag vertreten soll. WESTFALEN-BLATT-Redakteur Michael Schläger hat die Direktkandidaten gebeten, 20 Halbsätze zu vervollständigen. Ein kleiner Einblick darin, was sie denken und wie sie aktuelle Themen einschätzen. Heute antwortet Britta Haßelmann (Grüne).

Zur Person

Britta Haßelmann (55), verheiratet, ein Sohn. Haßelmann kam aus ihrer niederrheinischen Heimat zum Studium nach Bielefeld. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin. Früher war sie für die Bielefelder Selbsthilfe tätig. Im Bundestag ist sie seit 2005. Diesmal kandidiert sie als Nummer 1 der NRW-Landesliste. Haßelmann ist Erste Parlamentarische Geschäftsführerin und damit so etwas wie die Managerin der Fraktion. Bei den Grünen ist sie seit 1989 aktiv, seit 1994 Parteimitglied. Haßelmann war Ratsmitglied in Bielefeld, später wurde sie NRW-Landesvorsitzende.

Ich will in den Bundestag, weil ich etwas verändern und mich für Ökologie und Gerechtigkeit einsetzen will.

Unseren Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir wollte ich immer schon mal sagen, dass ich mich freue, gemeinsam mit ihnen für starke Grüne zu streiten.

Wenn ich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Tipp geben könnte, würde ich ihr raten, Politik nicht so häufig in der Kategorie »alternativlos« zu denken. Denn Politik ist immer das Aufzeigen von Alternativen.

Die Grünen kommen aus ihrem Stimmungstief, wenn...

Das empfinde ich nicht so! Die Zeichen stehen auf Grün, wenn ich an die vielen wichtigen Themen denke, die jetzt anstehen.

Für Bielefeld will ich im Bundestag erreichen, dass wir bei allen wichtigen Entscheidungen die Auswirkungen auf die Stadt im Blick haben. Ich freue mich, erreicht zu haben, dass die B 66n nicht gebaut wird.

Meine Mitbewerber Wiebke Esdar (SPD) und Michael Weber (CDU) müssen damit rechnen, dass ich nicht müde werde zu sagen, dass vier Jahre Große Koalition verlorene Jahre für Klimaschutz und Gerechtigkeit waren.

Meine Stärken sind , dass ich nicht locker lasse und mich nicht abfinde. Dass ich mich mit viel Energie und Leidenschaft engagiere.

Meine Schwäche ist , dass ich nicht so schnell vergesse und manchmal nachtragend sein kann.

Die Rente ist sicher, wenn wir dafür sorgen, dass mehr Menschen in die Rente einzahlen, das Rentenniveau stabilisiert und eine Garantierente eingeführt wird. Zusätzlich muss die private Altersvorsorge neu aufgestellt werden.

Wir schaffen das mit den Flüchtlingen, wenn wir die Fluchtursachen bekämpfen und gemeinsam mit anderen europäischen Ländern flüchtenden Menschen helfen.

Diesel-Fahrverbote können vermieden werden, wenn wir endlich dafür sorgen, dass weniger Verkehr, weniger Stickoxide und Abgasbelastungen entstehen.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich , dass alle Menschen teilhaben und ihnen Chancen ermöglicht werden. Und dass wir endlich dafür sorgen, dass Kinderarmut bekämpft wird.

Die Steuern können gesenkt werden, wenn...

Über Steuersenkungen mache ich mir keine Gedanken. Wir wollen mehr Investitionen. Wir müssen Steuerflucht bekämpfen und für Steuergerechtigkeit sorgen.

Bisher erschienen:

Folge 1: Michael Weber (CDU) Folge 2 - Wiebke Esdar (SPD)

Die europäische Einigung ist für mich das größte Friedensprojekt. Deshalb bin ich überzeugte Europäerin. Wir müssen etwas dafür tun, Europa solidarischer, sozialer und ökologischer zu machen.

Die AfD ist für mich eine rechtspopulistische Partei, die sich mit vielen ihrer Forderungen außerhalb des demokratischen Parteienspektrums stellt.

Die Debatte über mehr Sicherheit beschäftigt viele Menschen. Wir stehen für einen starken Rechtsstaat, der vor Terror und Kriminalität schützt und klar den Bürgerrechten verpflichtet ist.

Wenn sich die Grünen an der Regierung beteiligen können, wünsche ich mir eine Koalition mit...

Mir geht’s nicht um Wünsche. Nicht was mit wem die Grünen machen ist wichtig, sondern für was die Grünen stehen. Ich bin überzeugt, es kommt entscheidend auf Grüne an.

Außer Politik ist für mich besonders wichtig , Familie und Freude zu haben.

Entspannen kann ich besonders gut beim Walken, beim Wandern oder wenn ich auf die Alm gehe.

Wenn ich nicht mehr im Bundestag bin , mache ich was anderes.

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