Di., 29.08.2017

AfD-Kandidat kommt aus Rheda, tritt in Bielefeld an 20 Fragen an Johannes Brinkrolf

Johannes Brinkrolf (53) aus Rheda-Wiedenbrück tritt für die AfD in Bielefeld an.

Johannes Brinkrolf (53) aus Rheda-Wiedenbrück tritt für die AfD in Bielefeld an. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB). 237.000 Bielefelder entscheiden am 24. September darüber, wer die Stadt im Bundestag vertreten soll. WESTFALEN-BLATT-Redakteur Michael Schläger hat die Direktkandidaten gebeten, 20 Halbsätze zu vervollständigen. Ein kleiner Einblick darin, was sie denken und wie die Bewerber aktuelle Themen einschätzen. Heute: Johannes Brinkrolf (AfD).

Ich will in den Bundestag, weil ich speziell Angela Merkels Politik in allen Bereichen für falsch halte.

Zur Person

Johannes Brinkrolf (53), Vater einer erwachsenen Tochter, von Beruf Wirtschaftsinformatiker. Brinkrolf lebt in Rheda-Wiedenbrück. Von 1994 bis 2008 war er CDU-Mitglied, gehörte dem Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück von 1994 bis 2004 an. 2013 war er Gründungsmitglied des Kreisverbandes Gütersloh der Alternative für Deutschland (AfD). Für die neu gegründete Partei zog er 2014 auch in den Gütersloher Kreistag ein, hatte zuletzt im Kreis Gütersloh ebenfalls für den Landtag kandidiert. Sein Listenplatz reichte nicht für den Einzug ins Parlament. Ab 1. September geht er beruflich neue Wege, wird hauptamtlicher Referent für Verkehrsfragen der AfD-Landtagsfraktion in Düsseldorf.

Den AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland wollte ich immer schon mal sagen, dass ich über ihre Kandidatur sehr froh bin, weil sie beide sehr kompetent sind.

Wenn ich Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Tipp geben könnte, dann: Treten Sie zugunsten Deutschlands nicht wieder an.

Ich bin AfD-Mitglied geworden, weil die Politik der vergangenen Jahre zu einer Verarmung der Arbeitnehmer geführt hat, beispielsweise durch Leiharbeit oder den Niedriglohnsektor.

Für Bielefeld will ich im Bundestag erreichen , dass Bielefeld eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt, so wie sie es heute schon ist.

Meine Mitbewerber aus den anderen Parteien müssen damit rechnen , dass wir schon eine Fundamentalopposition sind, nicht mit dem Mainstream mitschwimmen.

Meine Stärken sind Ruhe und Ausgeglichenheit.

Meine Schwäche ist Schokolade.

Die Rente ist sicher, wenn wir die Finanzierung von der menschlichen Arbeit abkoppeln und auf die gesamte Wertschöpfung umlegen.

Wir schaffen das mit den Flüchtlingen, wenn wir dauerhaft Sozialhilfe empfangende Einwanderer kurzfristig zurückführen. Das kanadische Einwanderungssystem ist Vorbild für die AfD, weil dort nach Qualität und Zuverlässigkeit ausgesucht wird.

Diesel-Fahrverbote können vermieden werden, wenn wir uns auf Neufahrzeuge konzentrieren. Mit der AfD werden alle Bestandsfahrzeuge von Euro 1 bis Euro 6 fahren dürfen.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass die SPD abgewählt wird.

Die Steuern können gesenkt werden, wenn wir uns auf die wirklich notwendigen Aufgaben konzentrieren.

Bisher erschienen

Folge 1: Michael Weber (CDU), Folge 2: Wiebke Esdar (SPD), Folge 3:  Britta Hasselmann (Grüne)

Die europäische Einigung ist für mich eine sehr gute Sache. Die AfD will keinen europäischen Superstaat, sondern souveräne Staaten in einem vereinten, gerechten Europa. Wir sind gegen Milliarden für die Griechenland-Hilfe und gegen die Massenimmigration aus nordafrikanischen Ländern

Die große Koalition aus CDU und SPD ist für mich eine schiere Katastrophe und bedeutet den Niedergang unserer Nation.

Die Debatte über mehr innere Sicherheit ist dringend notwendig, aber die Probleme sind durch verfehlte Politik über Jahrzehnte hausgemacht.

Wenn die AfD mitregieren könnte, stünde in einem Koalitionsvertrag eine bessere Förderung für unsere Familien, keine Griechenland-Hilfen an Großbanken, weniger Windkraft, ein deutliches Plus an innerere Sicherheit und die Sicherung eines gerechten Rentenniveaus.

Außer Politik sind für mich besonders wichtig Gesundheit und die Zukunft meiner Tochter.

Entspannen kann ich besonders gut bei ruhigen Spaziergängen.

Wenn es mit dem Bundestagsmandat nicht klappt , führe ich mein Leben wie bisher weiter.

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