Do., 12.10.2017

War es ein wildernder Hund? Reh in Quelle gerissen

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Schwake

Bielefeld (WB/mp). Einen unappetitlichen Fund machte der Queller Imker Dieter Brand Mittwochmorgen an seinem Wohnhaus oberhalb der Breedensiedlung: An der Steinbreede lang ein totes Reh, eine Ricke, ohne Kopf. Der faserige Gewebeabriss am Rumpf des Tieres deutete darauf hin, dass hier ein wildernder Hund Beute gemacht haben könnte.

Brand informierte den zuständigen Jäger und Landwirt Henrich König, der verantwortlich die 320 Hektar große Queller Gemeindejagd betreut. Er bestätigte den Verdacht. »Dass Hunde auf unserer Jagd Rehe reißen, ist leider kein Einzelfall, sondern schon zum dritten Mal allein in diesem Jahr passiert«, beklagte König gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Es gebe zwar Vermutungen, wessen Hund es in diesem Fall gewesen sein könnte, »aber die wollen wir nicht aussprechen«, sagte König. »Beweise dafür gibt es nicht. Ich kann die Leute nur warnen: Passt besser auf Eure Hunde auf!« Immerhin entstehe dem Pächter der Jagd mit jedem toten Reh ein materieller Schaden. Außerdem müsse der knapp 20 Kilogramm schwere Kadaver nun kostenpflichtig entsorgt werden.

Dass andere Fleischfresser wie Wolf oder Luchs die Ricke angefallen haben könnten, schließt Henrich König aus. »Wenn ein Reh von vorne angegriffen wurde, war es meistens ein Hund«, erklärt er. »Andere Beutegreifer zielen zuerst auf die Innereien ab. Und an die kommen sie von hinten wesentlich leichter.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5217081?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198387%2F2513179%2F