So., 29.10.2017

Etliche Behörden sind geschlossen Das XXL-Wochenende: Wer Montag arbeitet – und wer nicht

Das längste Wochenende des Jahres haben die Brückentagsnutzer zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen zu verdanken.

Das längste Wochenende des Jahres haben die Brückentagsnutzer zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen zu verdanken. Foto: dpa

Von Edgar Fels

Bielefeld  (WB). Ostwestfalen freut sich auf ein XXL-Wochenende: Mit einem Brückentag am Montag können Arbeitnehmer fünf Tage frei machen. In vielen Unternehmen ruht die Produktion, etliche Behörden sind geschlossen.

Das längste Wochenende des Jahres haben die Brückentagsnutzer zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen zu verdanken: Am Dienstag jährt sich der Reformationstag zum 500. Mal – hier gibt es einen außerordentlichen Feiertag. Am Mittwoch ist Allerheiligen. Verständlich, dass viele Arbeitnehmer für den Montag Urlaub genommen haben.

Öffnungszeiten der Behörden

Bei den Behörden in der Region gibt es keine einheitliche Regelung zu Brückentagen. Die Paderborner Kreisverwaltung bleibt mit allen Dienststellen wie dem Straßenverkehrsamt am Montag geschlossen.

Das gilt auch für das Bielefelder Rathaus und die Kfz-Zulassungsbehörde. Die Wertstoffhöfe des Umweltbetriebs sind ebenfalls geschlossen. In dringenden Fällen ist das Bürger-Service-Center unter 0521/51-0 erreichbar. Von 8.00 bis 12 Uhr gibt es im Neuen Rathaus einen Notdienst.

Auch die Behörden in Schloß Holte-Stukenbrock, Halle, Vlotho, Lübbecke, Preußisch Oldendorf, Stemwede, Bad Oeynhausen und Löhne bleiben geschlossen.

Geöffnet sind: Rathaus Paderborn, Gemeindeverwaltung Steinhagen und Bibliothek. Auch in Gütersloh haben Stadt- und Kreisverwaltung geöffnet.

Bei Nobilia wurde vorgearbeitet

Einige Werke schalten ihre Maschinen Montag ganz ab. So steht etwa beim größten deutschen Küchenhersteller Nobilia in Verl die Produktion still. Damit es bei der Auftragsbearbeitung zu keinen Verzögerungen kommt, mussten die etwa 1500 Mitarbeiter vorarbeiten.

Oetkers Produktion ruht

Auch bei Dr. Oetker ruht am Montag in Bielefeld und Oerlinghausen die Produktion – und im Pizzawerk in Wittenburg. Frei haben auch die Beschäftigten in den Miele-Werken Gütersloh und Bielefeld (abgesehen von Wartung und Instandsetzung), auch in den meisten Verwaltungsabteilungen wird nicht gearbeitet. »Brückentage werden automatisch als Urlaub verbucht«, sagte Sprecher Michael Prempert.

Brückentag auch bei Gauselmann

Beim Spielautomatenhersteller Gauselmann können sich ebenfalls viele Mitarbeiter über das XXL-Wochenende freuen. Die Produktion in Lübbecke ruht. Mindestens 600 der 1700 Beschäftigten können ausschlafen. »Der Brückentag ist langfristig eingeplant, so dass es zu keinen Auswirkungen auf Lieferungen kommt«, sagte Sprecher Nils Rullkötter. Für den Brückentag müssen die Mitarbeiter einen Urlaubstag nehmen oder Überstunden abbauen. Alle anderen Bereiche in der Verwaltung müssten aber »besetzt und arbeitsfähig sein.«

Gerry-Weber-Zentrale geschlossen

Geschlossen ist am Montag auch die Zentrale von Gerry Weber in Halle. 800 Beschäftigte haben sich einen Urlaubstag genommen. »Bei Brückentagen gibt es eine entsprechende Betriebsvereinbarung«, sagte Sprecherin Cornelia Brüning.

Ebenso wird im Produktionswerk des Kassen- und Geldautomatenherstellers Diebold-Nixdorf in Paderborn am Montag nicht gearbeitet. 700 Beschäftigte haben frei.

Verkaufsoffene Sonntage

Beschäftigten im Einzelhandel beschert das XXL-Wochenende aber auch Zusatzarbeit: Verkaufsoffene Sonntage gibt es in Bielefeld, Paderborn, Rietberg und Lübbecke.

Benteler-Produktion geht weiter

Der Autozulieferer und Stahlkonzern Benteler legt indes Wert darauf, auch am Brückentag des 30. Oktober seine Kunden zu unterstützen. »Deshalb werden wir die Produktion in unseren Standorten in Paderborn nicht stoppen«, verlautete aus der Benteler-Konzernzentrale in Salzburg. »Viele unserer Mitarbeiter nutzen den Brückentag jedoch, um Urlaub zu nehmen«, sagte die Unternehmenssprecherin Birgit Held.

Tönnies schlachtet auch Montag

Auch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden am Montag wie an jedem anderem Werktag von den etwa 6000 Beschäftigten in der Produktion tausende Schweine geschlachtet. Am Dienstag und weitgehend auch am Mittwoch ruht die Produktion. In der Nacht zu Donnerstag wird sie wieder hochgefahren.

Weil es aber in der kommenden Woche zwei Schlachttage weniger gibt als sonst und die Landwirte entsprechend weniger Schweine anliefern dürfen, entsteht ein Überangebot. Das wiederum drückt auf den Schweinepreis, der um fünf Cent von 1,50 Euro je Kilogramm auf 1,45 Euro fällt und den Landwirten gar nicht gefallen dürfte. »Für den Endverbraucher hat das aber keine Auswirkungen«, sagt der Tönnies-Sprecher André Vielstädte.

Ganz normaler Arbeitstag in Bethel

Der kommende Montag ist auch für das Klinikum Bethel (1499 Betten) ein normaler Werktag. »Ob Ärzte oder Pflegepersonal – wir sind genauso besetzt wie an jedem Wochentag«, sagt der Kliniksprecher Manuel Bünemann. Auch die Zahl der Operationen am Montag sei nicht etwa geringer. »Der Brückentag spielt für uns keine Rolle.« Außerdem müssten die notwendigen Behandlungen gewährleistet sein.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5251730?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198387%2F2513179%2F