Fr., 10.11.2017

Auf dem Gehweg fahrendes Auto prallt in Schildesche gegen Wagen der Linie 1 Schon wieder ein Stadtbahnunfall

Foto: Hans-Werner Büscher

Bielefeld (WB/hz). Die schier endlose Geschichte der Stadtbahnunfälle auf der Beckhausstraße im Bielefelder Stadtteil Schildesche ist seit Freitag um ein Kapitel reicher.

Und zwar um ein besonders kurioses: Erstmals ist ein auf dem Gehweg fahrendes Auto vor eine Bahn der Linie 1 geraten.

Polizeiangaben zufolge wollte gegen 13.40 Uhr der Fahrer (51) eines Renault Laguna-Kombi in Höhe der Sparkassenfiliale an der Beckhausstraße wenden. Der Bielefelder, der zunächst mit seinem Auto in Richtung Schildesche Ortskern unterwegs war, bog bei seinem Manöver in eine Hauszufahrt ab.

Über den Bürgersteig gefahren

Als der Mann erkannte, dass der einzig mögliche Weg in Gegenrichtung Bielefelder Innenstadt nicht über die Hauszufahrt, sondern nur über den Gehweg führt, setzte der 51-Jährige seine Fahrt mit dem Renault über den Bürgersteig fort.

An der nächsten Möglichkeit, über den abgeflachten Bordstein mit dem Auto wieder auf die stadteinwärts führende Fahrbahn der Beckhausstraße zu kommen, passierte dann der Unfall.

Der Bielefelder übersah den von hinten kommenden, parallel zu ihm rollenden Doppelwagen der Linie 1. Der Zusammenstoß hatte für den Laguna-Kombi schwere Folgen: Die etwa 70 Tonnen schwere Stadtbahn vom Typ M8C bohrte sich in die Fahrerseite des Renault und beschädigte das Auto erheblich.

10.000 Euro Schaden

Der 51-Jährige am Steuer überstand den Aufprall ebenso unverletzt wie die Passagiere in der spärlich besetzten Linie 1. Polizeiangaben zufolge hatten der Autofahrer und seine Beifahrerin noch Glück.

Wegen einer Kurve war der Fahrer der Linie 1 relativ langsam auf den Schienen unterwegs, was die Wucht des Zusammenstoßes verringerte. Für die Zeit der Unfallaufnahme und der Bergung des nicht mehr fahrbereiten Autos war der Stadtbahnverkehr auf der Linie 1 bis gegen 15 Uhr komplett unterbrochen.

Die Verkehrsbetriebe Mobiel setzten zwischen den Haltestellen Sudbrackstraße und An der Reegt Omnibusse im Schienenersatzverkehr ein. Der Schaden an Auto und Bahn wird von der Polizei auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

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