Do., 28.01.2016

Dissener Feinkosthersteller prüft Umzug – Investition in dreistelliger Millionenhöhe möglich Homann sieht sich auch in OWL um

Der Feinkosthersteller Homann hat seinen Stammsitz in Dissen in Niedersachsen. Nun erwägt die Firma auch einen Neubau.

Der Feinkosthersteller Homann hat seinen Stammsitz in Dissen in Niedersachsen. Nun erwägt die Firma auch einen Neubau. Foto: Achim Köpp

Von Oliver Horst

Borgholzhausen/Versmold (WB). Der niedersächsische Feinkosthersteller Homann sieht sich auf der Suche nach einem Areal für einen Neubau auch in OWL um. Das nur wenige Kilometer vom Stammsitz in Dissen entfernte Interkommunale Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold gilt als ein Kandidat für eine mögliche Investition in dreistelliger Millionenhöhe.

Gespräche mit dem vor allem für Salate und Mayonnaise bekannten Tochterunternehmen der Gruppe von Molkereimulti Theo Müller bestätigten die beiden am Gewerbegebiet beteiligten Städte. Sie seien bemüht, Homann ein attraktives Angebot zu machen. Für das Gebiet an der A 33 spricht, dass der für Homann fahrende Logistiker Nagel dort mit einer Niederlassung ansässig ist.

Weiterer potentieller Standort im Kreis Osnabrück

Aber auch Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann gab sich zuversichtlich, das Unternehmen am Ort der vor 140 Jahren erfolgten Gründung zu halten. Zudem soll wenigstens ein weiterer potentieller Standort im Landkreis Osnabrück, dem Vernehmen nach an der A 30 in Melle, im Rennen sein.

Ob und wann es zu einer Teil- oder Komplettverlagerung von Produktion und/oder Verwaltung weg vom Stammsitz kommt, scheint derzeit offen. »Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach unterschiedlichste Möglichkeiten einer Neuaufstellung der Homann-Gruppe geprüft. Aktuell führen wir erneut eine Analyse durch«, teilte die Müller-Gruppe mit. Hintergrund für die Überlegungen sei »die herausfordernde Markt- und Wettbewerbssituation im deutschen Feinkost-Segment, die eine Neuaufstellung im Prinzip strategisch zwingend erforderlich macht«.

Ziel der »völlig ergebnisoffen durchgeführten Analysen ist eine weitere Verbesserung von Qualität und Effizienz, um Homann unternehmerisch weiterzubringen und zukunftsfähig aufzustellen«.

Konflikte wegen Emissionen

Die Möglichkeit eines Neubaus sei Bestandteil der Prüfung. Dies hängt damit zusammen, dass Homann am Stammsitz Dissen keine Erweiterungsmöglichkeiten besitzt. Zudem soll es auch Konflikte wegen Emissionen gegenüber der benachbarten Wohngebiete gegeben haben.

Homann ist seit 2012 Teil der Müller-Gruppe. Zuvor hatte es der heutige Aufsichtsratsvorsitzende Heiner Kamps 2007 erworben. Von 1991 bis 1998 gehörte Homann dem Konsumgüterkonzern Unilever, danach noch zwei Finanzinvestoren. Die Gruppe mit sieben Werken und 3000 Mitarbeitern, davon 1000 in Dissen, setzte zuletzt 630 Millionen Euro um.

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