Sa., 01.04.2017

Nach Festnahme auf Bali wird Gütersloher konsularisch betreut Botschaft eingeschaltet

Indonesische Polizeibeamte führen den inhaftierten Gütersloher Giuliano L. auf Bali vor.

Indonesische Polizeibeamte führen den inhaftierten Gütersloher Giuliano L. auf Bali vor. Foto: EPA

Von Michael Delker

Gütersloh (WB). Im Fall des  21-jährigen Güterslohers, der nach einer Kneipenschlägerei auf Bali in einem indonesischen Gefängnis sitzt , ist mittlerweile das Auswärtige Amt eingeschaltet worden. Unter welchen Haftbedingungen er in Indonesien untergebracht ist, ist bislang nicht bekannt.

»Unsere Botschaft in Jakarta ist mit dem Fall befasst und betreut den Betroffenen konsularisch«, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen am Freitag auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes könne man jedoch keine weiteren Informationen geben.

Der Sohn eines Gütersloher Schaustellers hatte am Dienstag, 21. März im Touristenort Kuta die Diskothek Paddy’s Pub besucht und war mit einem Einheimischen in Streit geraten. Die Kontrahenten konnten zunächst voneinander getrennt werden, doch später auf der Straße flammte der Streit wieder auf. Der Gütersloher soll dem Indonesier ins Gesicht geschlagen haben, so dass dieser bewusstlos zu Boden sank. Wenige Tage später verstarb der 49-Jährige in einem Krankenhaus. Der Gütersloher wurde verhaftet.

Die deutsche Botschaft kann dem 21-jährigen offenbar nur bedingt helfen. Zu Festnahmen im Ausland erklärt die Behörde, dass der Konsularbeamte inhaftierte Landsleute im Gefängnis besuchen und mit ihnen korrespondieren darf. Er vergewissert sich, welche Gründe für die Verhaftung vorliegen, ob die Behandlung korrekt ist und ob die Verpflegung und gesundheitliche Betreuung ausreichend sind. Auf Wunsch unterrichtet er Angehörige und leitet deren Geldüberweisungen weiter. »Einflussnahme auf das Strafverfahren an sich ist den Botschaften und Konsulaten nicht möglich«, heißt es. Falls Inhaftierte einen Pflichtverteidiger nicht für ausreichend halten, müssten sie auf eigene Kosten einen Rechtsanwalt ihrer Wahl beauftragen. Hierbei könne der Konsularbeamte behilflich sein.

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