Do., 20.04.2017

Eltern nach Bali geflogen Inhaftierter Gütersloher auf Bali mit schlechten Aussichten

Indonesische Polizeibeamte führen den inhaftierten Gütersloher Giuliano L. auf Bali vor.

Indonesische Polizeibeamte führen den inhaftierten Gütersloher Giuliano L. auf Bali vor. Foto: EPA

Gütersloh (WB/cabo). Um den seit Ende März auf der indonesischen Insel Bali inhaftierten Gütersloher Schaustellersohn (21) soll es nicht gut stehen. Das erfuhr das WESTFALEN-BLATT jetzt aus dem Bekanntenkreis des Studenten. »Er ist mit den Nerven am Ende, die Haftbedingungen müssen wohl katastrophal sein«, sagte am Mittwoch der Bekannte, der anonym bleiben möchte.

Indonesische Behörden werfen dem jungen Touristen vor, einen 49 Jahre alten Einheimischen vor einer Kneipe geschlagen zu haben. Berichten zufolge soll das Opfer Tage später an Kopfverletzungen gestorben sein.

Die Eltern seien vor mehr als einer Woche nach Bali geflogen, um ihren Sohn aus dem Gefängnis zu bekommen. Sie hätten auch einen Anwalt beauftragt. Bislang seien aber alle Versuche erfolglos verlaufen, der 21-Jährige leide sehr in der Haft. Ein Bielefelder, der mehr als zehn Jahre auf Bali lebte, sagte: »Die Strafen dort sind sehr hart, die Behörden korrupt.«

Die Deutsche Botschaft in Jakarta betreut den Gütersloher konsularisch, kann aber offenbar nicht viel erreichen.

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