Mi., 14.09.2016

Sieben Millionen Euro Verlust von Mai bis Juli Konzernumbau lässt Gerry Weber in die roten Zahlen rutschen

Der Vorstandsvorsitzende Ralf Weber.

Der Vorstandsvorsitzende Ralf Weber. Foto: Oliver Schwabe

Halle Westfalen  (dpa). Die Kosten für den laufenden Umbau haben den Modekonzern Gerry Weber in seinem dritten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand für die Monate Mai bis Juli ein Verlust von knapp 7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Dies war unter anderem Abschreibungen im Zusammenhang mit Ladenschließungen geschuldet. Im Vorjahr hatte Gerry Weber 0,3 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Der Umsatz ging um etwa 1,5 Prozent auf rund 195 Millionen Euro zurück. Massiver Konkurrenzdruck durch große Mode-Ketten belasten Gerry Weber. Dazu kamen hausgemachte Probleme, nicht zuletzt ein in die Jahre gekommenes Erscheinungsbild hielt die Kunden fern. Die Westfalen sind mit ihren Problemen aber nicht allein, etliche Modehändler haben bereits Insolvenz angemeldet, jüngste prominente Beispiele sind Wöhrl und SinnLeffers.

Konzernchef Ralf Weber hatte dem Unternehmen eine Verjüngungskur verordnet und ein Sparprogramm aufgelegt. Seit Beginn des Geschäftsjahres wurden 40 Filialen dicht gemacht. Insgesamt stehen 103 Läden vor dem Aus. Bis Ende August wurden zudem 112 der geplanten 200 Stellen abgebaut. Ausgenommen von dem Programm ist die zugekaufte Tochter Hallhuber, die steigende Umsätze aufweist.

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