Do., 01.12.2016

Verhaltene Reaktionen auf David Garrett im Gerry-Weber-Stadion - Probleme und Wartezeit beim Einlass Explosiv war das nicht

David Garrett hat viele Songs für die aktuelle Tournee selbst komponiert.

David Garrett hat viele Songs für die aktuelle Tournee selbst komponiert. Foto: Sören Voss

Von Johannes Gerhards

Halle (WB). Keine Frage: David Garrett beherrscht seine Geige perfekt. Auch das Zusammenspiel von Band und Orchester funktioniert bestens. Am Dienstag im Gerry-Weber-Stadion in Halle wollte der Funke dennoch nicht überspringen.

Von einer Show unter dem Motto »Explosive« hätte man mehr erwarten dürfen. Trotz der opulenten Lichteffekte, trotz des mit allerlei technischen Finessen ausgestatteten drehbaren Bühnenrondells und trotz der sympathischen Erscheinung des Stargeigers hielt sich die Euphorie der 6300 Zuschauer doch arg in Grenzen. Mag sein, dass die verhaltene Reaktion der Besucher auch dem Stress im Stau bei der Anreise und den langen Wartezeiten vor Konzertbeginn geschuldet war. Das ging so weit, dass einige Zuhörer den vorzeitigen Aufbruch einer Zugabe vorzogen.

Lange Wartezeit in eisiger Kälte

Erst nach langer Wartezeit in eisiger Kälte durften 6300 Besucher am Dienstag das Gerry-Weber-Stadion betreten, um den Geiger David Garrett zu erleben. Für die Verzögerung machten gestern der Technische Direktor Alexander Hardieck und Pressesprecher Sascha Detlefsen die Verkehrssituation wegen einer gesperrten Zufahrtsstraße und der einspurigen Westumgehung von Halle (Autobahnbau!) sowie erhöhte Sicherheitsstandards verantwortlich.

»Auf Empfehlung der Polizei tasten wir seit mehr als zwei Jahren die Stadionbesucher teils per Hand, teils elektronisch mit Metalldetektoren ab«, sagte Hardieck dem WESTFALEN-BLATT. Weil beim Garrett-Konzert nach tröpfelndem Beginn plötzlich Tausende Einlass begehrten, kam es zu Engpässen. Eiligst musste Verstärkung zum Dienst an den Schleusen gerufen werden. Die Polizei habe davon abgeraten, den Andrang durch laxe Kontrollen zu verringern. »Wir haben die Situation zu spät erkannt«, gab Detlefsen zu, kündigte aber Maßnahmen an, um Staus am Eingang künftig zu verhindern.

Die ausführliche Rezension des Konzertes lesen Sie am Donnerstag, 1. Dezember, im WESTFALEN-BLATT.

Kommentare

was kann er dafür

Ich frage mich, was David dafür kann, wenn die Organisatoren nix auf die Reihe bekommen, ich bin eine von denen, die quer durch die Republik fährt, wenn es sich mit dem Arbeitsleben in Einklang bringen lässt.
Egal wie weit und wie kalt - oder auch mal zu warm ......wenn man möchte, findet man immer was zu meckern.
Zur eigentlichen Frage. Was hat David damit zu tun. Die Show ist toll, obwohl ich mich erst mit der Drehbühne anfreunden muss. Musikalisch, menschlich, emotional, einfach nur herrlich.
Hab die Show im Moment 2x gesehen, freu mich auf mehr. Das Publikum war jedesmal kaum zu bremsen, jeder wollte mehr und am liebsten gar nicht nach Hause. Es gab minutenlangen Beifall - auch zwischen den Stücken - mit Standing Ovations und einem sehr menschlichen Geiger. Nix grosser Weltstar - wie er immer hingestellt wird und was er auch ist - aber ist im Grunde ein Mensch, einer der viel leistet, viel riskiert und noch mehr gibt.
Würde mich freuen, wenn etwas objektiver berichtet wird, das ist einfach alles.

1 Kommentare

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