Di., 18.07.2017

Riesige Flohmarkt-Landschaft beim ersten »Kaufrausch« im Gerry-Weber-Eventcenter Shoppen gegen den Wegwerf-Wahn

Deko ist bei den 165 Haller Ständen alles: Mit einem Schild ziehen Lorena Brockmann und Sarah Bagala die Blicke auf sich.

Deko ist bei den 165 Haller Ständen alles: Mit einem Schild ziehen Lorena Brockmann und Sarah Bagala die Blicke auf sich. Foto: Freya Schlottmann

Von Freya Schlottmann

Halle (WB). Flohmärkte liegen derzeit schwer im Trend. Gegen eine Wegwerfgesellschaft und den Konsumüberdruss steigt das Interesse an gut erhaltener und modischer Secondhand-Ware. Das Flohmarktprojekt »Kaufrausch« aus Bielefeld hat deshalb zum ersten Mal im Gerry-Weber-Eventcenter stattgefunden.

»Vom Packesel zum Flohmarktprofi« – so beschreiben Christian Vogedes, Florian Steiner und Gerrit Recksiek ihr Projekt. Weil sie selbst regelmäßig als Fahrer und Logistiker für die Flohmarkt-Aktivitäten ihrer Freundinnen herhalten mussten, ist den Bielefeldern im vergangenen Jahr der Gedanke gekommen, selbst einen Flohmarkt auf die Beine zu stellen.

Flohmarkt in ausgewählten Lokations

»Unsere Idee war dabei, in exklusiven Lokalitäten einen Flohmarkt nur für Frauen und mit hochwertiger Ware, diversen Beautyangeboten, einem DJ und Foodtrucks anzubieten«, sagt Christian Vogedes.

In Bielefeld und Osnabrück hat sich das Konzept des »Kaufrausches« der eigens dafür gegründeten Liebefelder Gbr bereits als ziemlicher Renner erwiesen. »Die erste Veranstaltung im Stadtpalais im März 2016 mit 70 Ständen war innerhalb von acht Minuten komplett ausverkauft«, berichtet der Bielefelder.

Aufgrund der hohen Nachfrage sei man daraufhin in den Ringlokschuppen umgezogen. Und auch dort seien die Standplätze innerhalb von Minuten vergriffen gewesen, berichtet der Organisator. Nach zwei weiteren Flohmärkten im Alando-Palais in Osnabrück durften mehr als 1300 Frauen am Sonntag zum ersten Mal im Gerry Weber Eventcenter shoppen.

Shoppingerlebnis an 165 Ständen

150 private und 15 gewerbliche Anbieter haben neben mehreren Kosmetikständen und einem kostenlosen Stylingangebot für reichlich Zulauf gesorgt. In Zeiten schnelllebiger Modetrends hat der Flohmarkt statt altem Trödel vielmehr haufenweise teure Markenware und schicke Kleidung für wenig Geld geboten.

Weniger interessiert daran waren die männlichen Begleiter der Damen. Doch sie wussten, wie sie die Zeit bis zu ihrem eigentlichen Einsatz als Tütenschlepper überbrücken: Am Foodtruck wimmelte es nur vor kauender Herren in Wartestellung.

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