Fr., 02.12.2016

Heiner Bessmann lässt neuen Weg entlang der Lutter anlegen Idylle pur auf 400 Metern

Einen ungewohnten Blick können Spaziergänger demnächst vom Lutterteich aus auf die alte Abtei werfen. Heiner Bessmann hat dort seit dem Spätsommer einen neuen Weg anlegen lassen, der aber noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Einen ungewohnten Blick können Spaziergänger demnächst vom Lutterteich aus auf die alte Abtei werfen. Heiner Bessmann hat dort seit dem Spätsommer einen neuen Weg anlegen lassen, der aber noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Wo bis vor kurzem noch wildes Gebüsch zu finden war, schlängelt sich nun ein fester Weg durch das Gelände rund um den Marienfelder Lutterteich. Der heimische Unternehmer Heiner Bessmann hat hier kräftig Hand anlegen lassen.

Direkt hinter dem seit einigen Wochen in Bau befindlichen Marienfelder Bürgerhaus beginnt der neue Pfad, der entlang der Lutter an der alten Mühle vorbei zum Klosterhof führt. 400 Meter lang ist der Weg, der derzeit aber noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. »Dies ist ein Privatweg, den Spaziergänger auf eigene Gefahr nutzen können, wenn er komplett fertig ist«, sagt der 77-jährige Bessmann.

Manch ungewohnter Blick tut sich auf

Auf der einen Seite des Weges zieht ein Zaun die Grenze zu den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen. Auf der anderen Seite fließt die Lutter und mündet schließlich in den Teich. Die Böschungen wurden von Gehölz befreit, was die Natur toll zum Vorschein bringt. Daher können sich Naturliebhaber schon jetzt auf einen idyllischen Spaziergang freuen. Von dem neuen Schotterweg aus lässt sich zudem so mancher ungewohnte Blick auf den Friedhof oder auch die Abtei werfen.

Der Schotterweg muss noch gewalzt, die Brücke an der Mühle hergerichtet werden und ein festes Geländer bekommen. »Diese Brücke war früher die Hauptbrücke über die Lutter. Mein Vater Anton lief jeden Tag darüber, als er zur Schule im Klosterhof ging«, berichtet Bessmann. Er habe schon ewig den Gedanken im Kopf gehabt, diesen Weg anlegen zu lassen, berichtet der Unternehmer, der sich das Projekt rund 50 000 Euro hat kosten lassen.

Das Historische erhalten

Wichtig ist dem 77-Jährigen der Blick auf das Historische. »Es heißt immer, die Klöster hätten früher nur geprasst und gut gelebt, und in der Tat ist die Abtei ja auch heute noch der üppigste Bau in Marienfeld. Aber die Mönche haben auch Enormes geleistet in der Landwirtschaft und für die Mühlenkraftgewinnung. Das wird oft vergessen. Ich möchte mit diesem Weg daran erinnern, dass die Mönche sehr fleißig waren, viel Nützliches getan und aufgebaut haben.« Als Beispiel verweist Bessmann nicht nur auf die Ackerflächen, die von den Kirchenmännern angelegt wurden, sondern auch darauf, dass die Lutter einst von den Mönchen höher gelegt wurde, um die notwendige Fallhöhe an der Mühle zu haben, damit der Müller auch das Korn mahlen konnte. »Der Erhalt des Historischen ist mir ein Anliegen«, sagt Bessmann. Er selbst hat sich auch bereits vorgenommen, den Weg in Zukunft regelmäßig zu nutzen.

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