Fr., 10.11.2017

Claas-Chef Hermann Lohbeck über Neuheiten auf der bevorstehenden Landtechnik-Messe Agritechnica Navi warnt vor vorausfahrenden Mähdreschern

Claas Chef Hermann Lohbeck

Claas Chef Hermann Lohbeck Foto: Oliver Schwabe

Von Bernhard Hertlein

Harsewinkel (WB). Am Wochenende beginnt in Hannover die internationale landwirtschaftliche Fachmesse Agritechnica. Der Harsewinkeler Landmaschinen-Hersteller Claas wird dort unter anderem Großtraktoren mit Raupen-Fahrwerk aus seinem Werk in Paderborn, Digitalsysteme, die dem Bauern noch mehr Arbeit abnehmen, und eine Box im Mähdrescher vorstellen, die nachfolgende Auto- und Motorfahrer in deren Navigationssystem vor landwirtschaftlichen Großfahrzeugen warnt.

Im Interview mit dem WESTFALEN-BLATT erklärt der seit 1. Oktober amtierende neue Claas-Chef Hermann Lohbeck (55) auch, warum das Geschäftsjahr 2017 deutlich besser ausfallen wird als noch Ende 2017 von Lohbecks Vorgänger Lothar Kriszun (65) befürchtet. Insbesondere die osteuropäischen Märkte entwickelten sich für die Branche deutlich besser als Experten vermuteten. Das gelte sogar für Russland, obwohl auch Claas dort immer wieder vor Herausforderungen gestellt werde. Zwar gelte man nun offiziell als »russisches Unternehmen«. Aber das habe sich nicht überall herumgesprochen. Es gebe starke nationale Wettbewerber, die »immer noch meinen, sie seien russischer als wir und der Staat müsse sie schützen« sagte Lohbeck.

Auf die Frage, ob es den Bauern überhaupt noch brauche oder ob man die Einbringung der Ernte nicht ganz Robotern übertragen könne, sagte Lohbeck: »Noch nicht. Autonom fahrende Landmaschinen sind zwar keine Zukunftsmusik mehr. Aber auf absehbare Zeit müssen sie zumindest von Menschen überwacht werden.« Die Frage sei, ob die Überwachung auf dem Feld vonstatten gehen müsse. Irgendwann werde der Landwirt dies vielleicht auch von seinem Büro aus erledigen können. »Das wird allerdings zuerst in Ländern wie Russland und Kasachstan geschehen, wo die Felder viel größer sind und praktisch keine größeren Hindernisse zu erwarten sind«, erläuterte der neue Claas-Chef.

Claas erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,638 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 93,5 Millionen. Von den zuletzt 11.535 Beschäftigten arbeiten 5250 in Deutschland. Lohbeck kam 1999 zu dem ostwestfälischen Landtechnik-Spezialisten. Seit 2014 ist er Mitglied in der Konzernleitung und dort nun als Konzernchef weiterhin auch für das Geschäftsfeld Futterernte verantwortlich.

Das komplette Interview lesen Sie am Freitag, 10. November 2017 im WESTFALEN-BLATT.

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