Sa., 26.11.2016

200 Demonstranten vor dem A2-Forum Lautstarke Proteste gegen AfD-Landesversammlung

Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Rheda-Wiedenbrück (WB). Gegen die zweitägige NRW-Landesversammlung der Alternative für Deutschland (AfD) hat es am Samstag lautstarke Proteste gegeben. Rund 200 Demonstranten haben sich am Morgen vor dem A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück mit Plakaten, Fahnen und Lautsprechern versammelt, um gegen Rechtspopulismus zu demonstrieren.

Ein Aktionsbündnis hatte dazu aufgerufen. Die Jusos Gütersloh und die »Falken« hatten die Kundgebung angemeldet. Mit dabei auch Parteien, wie zum Beispiel einige Fraktionsmitglieder der CDU aus Rheda-Wiedenbrück, SPD, Bündnis Grüne und Linke als auch Gruppen, die sich gegen Rassismus, Intoleranz und Menschenfeindlichkeit stellen.

Die Anti-Demo wird von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Laut Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg blieb es ruhig: »Keine größeren Zwischenfälle.«

Zu kleineren Rangeleien sei es gekommen, als Beamte der Bereitschaftspolizei von einigen Personen die Personalien feststellen wollten. Die Versammlungsteilnehmer hatten während der Versammlung ein Plakat gezeigt, das nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Bielefeld inhaltlich den Anfangsverdacht einer Straftat begründete. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ordnete die Beschlagnahme des Plakates an.

Kurz vor Ende der Versammlung entfernten sich sechs Personen mit dem besagten Plakat. Sie konnten aber kurze Zeit später ermittelt werden. Das Plakat wurde beschlagnahmt, die Personalien der beteiligten Personen festgestellt. 

Direkt an den Eingang des A2-Forums durften die Demo-Teilnehmer nicht. Sie mussten auf der gegenüberliegenden Straßenseite bleiben.

Viele hielten Poster und Schilder mit Aufschriften wie »Rheda-Wiedenbrück ist bunt und bleibt weltoffen« oder »Ihr seid keine Alternative« in ihren Händen. Die AFD-Teilnehmer, die mit ihren Autos an den Demonstranten vorbeifuhren, um auf den Parkplatz zu kommen, wurden mit Parolen beschimpft.

Bei der Veranstaltung der Rechtspopulisten stellen sich Kandidaten für die Landesliste für die NRW-Wahl im Mai 2017 dem Votum.

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