Do., 22.09.2016

Fünfter Zeitzeugen-Film: Werner Busch, Gründer der Dokumentationsstätte Stalag 326 Hartnäckigkeit siegt

Michael und Maria Hallau am Schneidetisch. Der Film über Werner Busch und rund ums Stalag 326 hat mehr als ein Jahr in Anspruch genommen. Jetzt ist er aber fertig und wird im Rhythmus-Filmtheater gezeigt.

Michael und Maria Hallau am Schneidetisch. Der Film über Werner Busch und rund ums Stalag 326 hat mehr als ein Jahr in Anspruch genommen. Jetzt ist er aber fertig und wird im Rhythmus-Filmtheater gezeigt. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock(WB). »Es ist der aufwendigste Film, den wir je gemacht haben«, sagen Michael und Maria Hallau. In der Reihe »Zeitzeugen« haben sie für die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock ein Gespräch mit Werner Busch, dem Vater der Dokumentationsstätte Stalag 326 , geführt.

Doch in dem 40-minütigen Film kommen weitere Zeitzeugen zu Wort. Es gibt historische Aufnahmen und Impressionen vom Sowjetischen Ehrenfriedhof sowie dem Dokumentationsgebäude auf dem Gelände der Polizeischule. »Wir haben gemerkt, dass wir das Konzept weiter fassen müssen«, sagt Michael Hallau.

Busch, der in der kommenden Woche 91 Jahre als wird, ist die Hauptperson. Für das Interview ist er in die Dokumentationsstätte gekommen und erzählt, wie er auf den Gedanken gekommen ist, die Einrichtung zu gründen und mit welchen Widerständen er zu kämpfen hatte. Trotz seiner Bescheidenheit wird deutlich, dass es nur seinem persönlichen Engagement und seiner Hartnäckigkeit zu verdanken ist, dass es die Dokumentationsstätte heute gibt.

Busch berichtet, wie er mehrmals in der Landeshauptstadt Düsseldorf zu Gesprächen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau war, oder wie er jedes einzelne Ratsmitglied der Stadt besucht hat, um eine Abstimmung in seinem Sinne zu beeinflussen. Auch das trickreiche Vorgehen, um an Städtebauförderungsmittel zu kommen, kommt zur Sprache: Weil diese Mittel nur zugeteilt werden, wenn die Stadt auch Träger der Einrichtung ist, hat die Stadt seinerzeit die Trägerschaft für einen kurzen Zeitraum übernommen, um sie dann an den Förderverein abzugeben.

Im Film wird deutlich, dass es Busch immer vor allem ums Erinnern gegangen ist, eben um die menschliche Seite. »Ich habe das nie von der wissenschaftlichen Seite gesehen.«

Über die Interviews spannt Hallau den Bogen von damals zur heutigen Arbeit in der Dokumentationsstätte, zeigt Bilder vom Besuch des Bundespräsidenten und Aufnahmen von Schulklassen bei einer Besichtigung.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES vom Freitag, 23. September.

Kommentare

Sicherheits-Text:*

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4322992?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198389%2F2516080%2F