Do., 01.12.2016

Werkstatt des Bauhofs repariert auch für Schulen und fürs Wasserwerk Zerlegen, prüfen, reparieren

Es gibt immer etwas zu reparieren: Maik Pollmeier ist Werkstattmeister im Städtischen Bauhof. Hier prüft er eine Motorsense, bevor sie in die Winterpause geschickt wird. Pollmeier ist auch Sicherheitsbeauftragter für den Bauhof. 

Es gibt immer etwas zu reparieren: Maik Pollmeier ist Werkstattmeister im Städtischen Bauhof. Hier prüft er eine Motorsense, bevor sie in die Winterpause geschickt wird. Pollmeier ist auch Sicherheitsbeauftragter für den Bauhof.  Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Mehrere Rasenmäher, ein Mattenwagen, Stühle des Gymnasiums und mehrere Motorsensen sind in der Werkstatt des Städtischen Bauhofs zu sehen.

Werkstattmeister des Bauhofs ist Maik Pollmeier. Er gibt gern Auskunft über seine Tätigkeit. »Ich muss das ganze Jahr über den Fuhrpark und die Maschinen des Bauhofs warten«, sagt der 43-Jährige. Dazu kommen noch die Fahrzeuge des Wasserwerks und der Kläranlage.

Leiter Andreas Elbracht sagt, dass der Bauhof für den Winter gerüstet ist. 70 Tonnen Streusalz sind vorhanden. Weitere 75 Tonnen sind bestellt. Foto: Bernd Steinbacher

Doch das ist längst nicht alles. Wenn die Hausmeister der Schulen nicht weiter kommen, rückt Maik Pollmeier an oder die kaputten Sachen landen in seiner Werkstatt. Dort schweißt er dann beispielsweise die Stühle in der Aula des Gymnasiums. Die Halterungen neben der Sitzfläche brechen häufig ab. »So 10 bis 30 Stück sind das monatlich.«

Doch die Hauptaufgabe ist und bleibt die Wartung und Reparatur der ganz unterschiedlichen Fahrzeuge und Motorgeräte des Bauhofs. Dazu gehören kleine Schmalspurtraktoren, aber auch große Radlader, um Salz auf die Lkw zu laden. Zahlreiche Anhänger ergänzen den Fuhrpark. Nach Ende der Saison werden die Rasenmäher und die Motorsensen genau untersucht. Luftfilter müssen gereinigt oder erneuert werden. Die Vergaser werden zerlegt, überprüft und repariert. Dass Rasenmäher von Zeit zu Zeit neue Messer benötigen, versteht sich von selbst. Sägeketten von Motorsägen werden ebenfalls in der Werkstatt geschliffen. Laubpuster in allen Größen gehören zu den Geräten, um die sich der Werkstattchef kümmern muss.

Mehrere Nummern größer sind die mobilen Beregnungsanlagen für die Sportplätze. Bevor diese in der Halle neben der Werkstatt eingelagert werden, werden auch sie kontrolliert.

Aufwändig ist auch die Ausstattung für den Winterdienst. Die Umrüstung der Fahrzeuge geschieht dabei gemeinsam mit den Fahrern, sagt Pollmeier. Er ist Kfz-Meister und mittlerweile seit sieben Jahren in städtischen Diensten.

Ähnlich einer »TÜV«-Plakette sind die Aufkleber, die auf die Geräte müssen. Foto: Bernd Steinbacher

Von den insgesamt 20 Mitarbeitern des Bauhofs haben sieben einen Lkw-Führerschein. Doch ob jemand einen Lkw fährt oder ein Winterdienstfahrzeug mit Schiebeschild und Streuer, das macht schon einen großen Unterschied. »Allein der Schwenkbereich ist viel größer«, sagt der Werkstattmeister. Auch wenn sich im Sommer einige Leute darüber wundern, das Fahren mit den Winterdienstfahrzeugen muss geübt werden. »Im Winter muss das klappen, also wird schon mal im Sommer mit dem Schiebeschild und dem Streuer gefahren. Die Ausbildung ist wichtig«, betont Pollmeier.

Aktuelle Winterdiensteinsätze gab es bereits. Meist sind dabei feste eingespielte Teams für die entsprechenden Fahrzeuge im Einsatz. »Das Lager ist mit 70 Tonnen Streusalz gefüllt. Weitere 75 Tonnen sind bestellt«, sagt Andreas Elbracht, Leiter des Bauhofs.

Wichtig ist auch die Sicherheit der Mitarbeiter. Vorgeschrieben ist deshalb für jedes Motorgerät eine jährliche Überprüfung. Ist alles in Ordnung, gibt es eine Plakette ähnlich der bei einer Hauptuntersuchung beim Auto.

Pollmeier ist auch Sicherheitsbeauftragter. Um da auf dem neuesten Stand zu bleiben, muss er mindestens zweimal im Jahr an Lehrgängen teilnehmen. »Meine Arbeit in der Werkstatt ist umfassend und abwechslungsreich«, sagt Maik Pollmeier, bevor er die Tür wieder schließt.

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