Fr., 27.01.2017

»Teutolab«-Vereinbarung mit der Bielefelder Universität unterzeichnet Gesamtschule setzt Projekt fort

Im Duftlabor wird geschnuppert. Philipp Kalt und Joya Pollmeier von der Grundschule Am Bühlbusch lösen ihre Aufgaben im Rahmen des Projektes »Teutolab« und tragen ihre Ergebnisse in ein Laborjournal ein. Rechts: Betreuer Jonas Niebuhr.

Im Duftlabor wird geschnuppert. Philipp Kalt und Joya Pollmeier von der Grundschule Am Bühlbusch lösen ihre Aufgaben im Rahmen des Projektes »Teutolab« und tragen ihre Ergebnisse in ein Laborjournal ein. Rechts: Betreuer Jonas Niebuhr. Foto: Renate Ibeler

Verl (WB/ibe). Joya Pollmeier hält den Erlenmeyerkolben an ihre Nase und schnuppert. »Das ist Pfefferminze«, sagt sie und notiert dies in ihrem Laborjournal. Die Viertklässlerin der Grundschule Am Bühlbusch hat mit ihren Mitschülern und Lehrerin Andrea Jacobtorweihen in den drei extra eingerichteten Labor-Räumen der Gesamtschule experimentiert.

In der Realschule gehört »Teutolab« seit sieben Jahren zum Programm. Weil die Schule 2018 ausläuft, wird die noch im Aufbau befindliche Gesamtschule das Chemie-Projekt weiterführen. Der Kooperationsvertrag ist von Prof. Dr. Rudolf Herbers ( Universität Bielefeld ) und Martina Lüke (Lehrerin der Gesamtschule) unterschrieben worden. Bundesweit gibt es insgesamt 63 Netzwerkschulen »Teutolab«. Inzwischen haben auch Einrichtungen im EU-Ausland sowie in einigen Ländern Asiens und Afrikas das Konzept übernommen.

Unterschreiben den »Teutolab«-Vertrag: Rudolf Herbers (Uni Bielefeld) und Martina Lüke (Gesamtschule). Mit dabei sind (hinten, von links) Robert Salzseiler, Andreas Bahners, Mandy Körprich, Bernhard Hilgenkamp, Heribert Schönauer und Dirk Hildebrandt. Foto: Renate Ibeler

Die Voraussetzungen können nicht alle Schulen, die sich für die Zertifizierung bewerben, erfüllen. Es müssen etwa drei Laborräume vorhanden sein, Lehrer mit außerordentlichem Engagement und finanzielle Mittel für Material zur Verfügung stehen.

Schüler für Naturwissenschaften begeistern

Gegründet wurde dieses Projekt vor 17 Jahren von Prof. Dr. Rudolf Herbers. »Ziel ist es, Schüler für die Naturwissenschaft zu begeistern und neugierig zu machen«, so Herbers. Den Erfolg des Projektes bestätigt Realschulleiter Bernhard Hilgekamp: »Ich kenne viele Schüler, die nach der Schule eine Ausbildung in dieser Branche begonnen haben, weil sie so viel Freude als Tutoren des Projekts hatten.« Tutoren, das sind Schüler der Zehnerklassen (jetzt noch Realschüler, später Gesamtschüler), die als »Lehrer« die Grundschüler einer Viererklasse – es werden alle Verler Grundschulen eingeladen – an einem Experimentiertag begleiten. Die Vorlagen mit Anleitungen und Fragen liefert die Uni. »Es gibt wesentlich mehr Tutorbewerbungen als Stellen«, sagte Chemielehrerin Mandy Körprich. 15 Schüler werden zur Betreuung vorbereitet und fahren auch gemeinsam zur Uni Bielefeld, um vor Ort zu experimentierten und sich von Wissenschaftlern Tipps geben zu lassen. Am Projekttag in der Schule erhalten die Grundschüler unter Anleitung der Tutoren Gelegenheit, sich ohne Leistungs- und Bewertungsdruck (Lehrer sind nicht anwesend) mit Themen experimentell auseinanderzusetzen. Die Tutoren werden mit einem Zertifikat und Zeugniseintrag belohnt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4587822?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198389%2F2516081%2F