Do., 01.12.2016

Nach Sanierung der Hauptschule-Dreifachhalle sind Vereine gefordert Harz klebt überall in den Sporthallen

Ohne den klebrigen Harz ist Leistungshandball nicht möglich. Für den Schulsport sind die Rückstände nur auf den Böden der Sporthallen und vor allem auf den Bänken, in den Umkleidekabinen sowie den sanitären Anlagen ein Problem.

Ohne den klebrigen Harz ist Leistungshandball nicht möglich. Für den Schulsport sind die Rückstände nur auf den Böden der Sporthallen und vor allem auf den Bänken, in den Umkleidekabinen sowie den sanitären Anlagen ein Problem. Foto: Klaus Münstermann

Von Klaus Münstermann

Versmold (WB). Das Thema Harz in Sporthallen will in Verwaltung und Politik niemand zu hoch hängen – noch nicht. Das könnte sich spätestens 2017 ändern, wenn im letzten Sanierungsschritt in der Dreifachhalle der Hauptschule ein neuer Boden verlegt ist.

Der Einsatz des klebrigen Haftmittels ist für Handballer so normal wie das Tragen der übrigen Sportkleidung. Die Rückstände finden sich jedoch nicht nur auf dem Boden der Sporthallen.

Vor allem für Schulsport ein Problem

»Für den Schulsport ist der Harz vor allem auf den Bänken, in den Kabinen und in den sanitären Anlagen ein großes Problem«, sagte Hans Kahre von den Grünen im Hauptausschuss. Heiner Kamp hatte das Thema zur Sprache gebracht, weil ihm wiederholt zugetragen worden sei, dass die Hallen nicht richtig gereinigt werden würden. Der FDP-Fraktionsvorsitzende verlangte einen Reinigungsplan von der Verwaltung: »Meine Fraktion möchte gerne wissen, wer, was, wann und wie oft reinigt. Und wer es anschließend kontrolliert.«

Zudem schlug Kamp vor, dass die Stadt etwa 3000 bis 5000 Euro in eine professionelle Reinigungsmaschine investiere. Daraufhin sagte Fachbereichsleiter Carsten Wehmöller: »Es reicht ja nicht, den Boden zu reinigen. Der Harz ist schließlich überall.« Und wenn so eine Maschine angeschafft werden würde, müsse auch klar sein, wer mit ihr reinigt. Liane Fülling (SPD) sagte: »Wenn der Boden in der Dreifachhalle der Hauptschule im kommenden Jahr ausgetauscht ist, muss es verbindliche Regeln geben, wie der Harz beseitigt wird.« Und Ulrich Wesolowski (CDU) ergänzte: »Und wenn Regeln aufgestellt sind, müssen zugleich Sanktionen bei Verstößen festgelegt werden. Es kann auf jeden Fall nicht sein, dass dann bereits nach einem halben Jahr von einem neuen Boden nichts mehr zu erkennen ist.«

Nachdem Angel Dabarca (SPD) davon berichtet hatte, dass die Sportler in Steinhagen nach ihren Spielen, eigene Trupps haben, um die Harzrückstände zu entfernen, waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass zunächst mit den betroffenen Vereinen in Versmold gesprochen werden müsste.

Harzverbot gilt nicht in der Sparkassen-Arena

Ab der Kreisliga aufwärts ist Harz vom Handballverband aus erlaubt. Jedoch haben die Kommunen das letzte Wort, ob das Haftmittel in ihren Sportstätten eingesetzt werden darf. So berichtete Andreas Popke, Trainer des Bezirksligisten Sportfreunde Loxten II, von erheblichen Problemen für seine Akteure beim Spiel in Neuenkirchen-Varensell am vergangenen Wochenende. Dort gilt ein Harzverbot in den Sporthallen. In Versmold ist das auch so, wird jedoch nicht durchgesetzt. Für die Sparkassen-Arena gilt ohnehin eine Ausnahme. »Das geht nicht anders, wenn wir wollen, dass die Sportfreunde Loxten in der Oberliga konkurrenzfähig sind«, sagte Marianne Kampwerth (CDU).

Dass die Ausnahmeregelung auf die Hauptschul-Dreifachsporthalle, wo viele Mannschaften trainieren, nach der Sanierung ausgeweitet wird, ist nach der Diskussion im Hauptausschuss ebenso schwer vorstellbar wie eine weitere Duldung des Harzeinsatzes.

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