Fr., 13.11.2015

Bereits dritter Brand eines leerstehenden Gebäudes innerhalb von drei Wochen Kotten steht in Flammen

Mit 55 Mann war die Feuerwehr gestern Nachmittag im Einsatz, um ein Feuer in einem leerstehenden Kotten an der Straße »Am Sunderkamp« zu löschen. Die Strom- und Wasserversorgung in dem Haus ist schon  seit langem abgeschaltet.

Mit 55 Mann war die Feuerwehr gestern Nachmittag im Einsatz, um ein Feuer in einem leerstehenden Kotten an der Straße »Am Sunderkamp« zu löschen. Die Strom- und Wasserversorgung in dem Haus ist schon seit langem abgeschaltet. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen ist in einem leerstehenden Gebäude im Bünder Stadtgebiet ein Feuer ausgebrochen. So musste die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag einen Brand in einem Kotten an der Straße »Am Sunderkamp« löschen.

Nachbarn hatten die Feuerwehr um 15.14 Uhr alarmiert und davon in Kenntnis gesetzt, dass der Dachstuhl des Hauses lichterloh in Flammen stand. Unter der Leitung von Brandoberinspektor Klaus Obermann rückten 55 Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache sowie der Löschzuge Hunnebrock, Bünde-Mitte, Spradow und der Löschgruppe Dünne aus. Mit zwölf Einsatzfahrzeugen waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Das Feuer war im Dachgeschoss des Hauses ausgebrochen. Die Eigentümerin des Kottens, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnt, informierte die Feuerwehr dar­über, dass das Haus seit etwa drei Jahren leersteht.

Durch den Einsatz der Drehleiter hatte die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle. Schon nach 60 Minuten konnte Atemluftträger in den Kotten, um ihn nach noch vorhandenen Brandnestern zu untersuchen. Menschen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden. Allerdings wurden einige Wohnungen in der näheren Umgebung etwas verqualmt.

Noch keine Auskunft zur Ursache – technischer Defekt unwahrscheinlich

Über die Ursache des Brandes wollten gestern Nachmittag weder die Feuerwehr noch die Polizei eine Auskunft geben. Die Fenster und Türen im Erdgeschoss des Kottens seien alle geschlossen, teilweise sogar mit Brettern vernagelt gewesen, erzählten Nachbarn. Und auch die Strom- und Wasserversorgung sei seit langem abgeschaltet. Ein technischer Defekt erscheine somit unwahrscheinlich.

Bereits am 23. Oktober war in einer leerstehenden Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Kreuzstein ein Feuer ausgebrochen. Ein Anwohner musste mit Hilfe einer Drehleiter aus einer über dem Brandherd liegenden Wohnung gerettet werden. Zwei Menschen kamen damals mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Lukas-Krankenhaus. Hier ermittelt die Polizei inzwischen wegen schwerer Brandstiftung.

Nur zwei Tage später, am 25. November, brannte es in einem unbewohnten Gebäude neben einer Tankstelle an der Herforder Straße in Bustedt. Laut Kreispolizeisprecher Michael Albrecht hatten im Eingangsbereich im Inneren des Hauses einige Zeitungen Feuer gefangen, in einem weiteren Raum brannte ein Sofa. Die ermittelnden Beamten gehen auch in diesem Fall von Brandstiftung aus.

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