Di., 12.01.2016

Unbekannter wird im Regionalzug von Bünde nach Paderborn zudringlich Junge Frau über eine Stunde verfolgt und bedrängt

Der Hauptbahnhof in Paderborn.

Der Hauptbahnhof in Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Von Rainer Grotjohann

Bünde/Paderborn (WB).  In einer Regionalbahn, auf dem Weg  von Bünde nach Paderborn,  ist am  Donnerstag eine junge Frau sexuell belästigt worden. Bei dem Täter soll es sich um einen 18 bis 25 Jahre alten Mann handeln, der nach Aussage der Frau vermutlich aus dem Mittleren Osten stammt. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass eine entsprechende Strafanzeige gestellt worden ist. 

Die 19-Jährige, eine Studentin aus Bünde, war am Donnerstagmorgen auf dem Bahnsteig von dem jungen Mann angesprochen worden, als sie auf den Zug nach Paderborn wartete. Das kurze Gespräch wurde auf Englisch geführt. Der Mann behauptete, er komme aus Hamburg und wolle in Paderborn einen Freund besuchen. Als die Studentin in den Zug stieg, setzte sich der Unbekannte zu ihr. Er habe ihr zunächst ins Gesicht gefasst und dann ihre Beine berührt. Auf Englisch und sehr laut habe sie sich das verbeten. Der Mann habe jedoch nicht von ihr abgelassen. In dem Zugabteil habe niemand von dem Vorfall Notiz genommen.

Täter lässt nicht ab

Der Täter habe auch nicht von ihr abgelassen, sagte die junge Frau, als sie den Zug verlassen und sich zu Fuß auf den Weg zu einem Hochschulgebäude gemacht habe. Er sei hinter ihr hergelaufen, habe sich zeitweilig vor sie gestellt, ihre Hände ergriffen und anzüglich auf sie eingeredet. Gegen 11 Uhr habe sie das Hochschulgebäude erreicht und dort Kommilitonen von den mittlerweile mehr als eine Stunde währenden Belästigungen berichtet. Als die nach draußen liefen, um den Täter zu suchen, war er verschwunden.

Nach der Rückkehr nach Bünde suchte die Studentin, begleitet von ihren Eltern, die Polizeiwache auf und erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen sexueller Belästigung. Die Beamten hätten seiner noch immer völlig aufgelösten Tochter geraten, in ähnlichen Situationen sofort den Notruf 110 zu wählen, dann könne die Bundespolizei am nächsten Bahnhof eingreifen. Leicht gesagt, meinte der Vater im Gespräch mit dieser Zeitung, vielleicht hätte der Täter ihr dann das Handy entrissen. Sie habe unter Schock gestanden und deshalb versäumt, Mitfahrende und später Passanten laut um Hilfe zu bitten.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: 1,70 bis 1,75 Meter groß, 18 bis 25 Jahre alt, kurze, schwarze Haare, unrasiert. Der Mann trug helle Jeans mit Einschnitten, braune Wildlederschuhe, einen olivfarbenen Parka und einen schwarzen Schal. Er hatte ein Samsung S3 oder S4 bei sich.

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