Fr., 13.01.2017

Stadt präsentiert Nutzungskonzept für die ehemalige Heideschule Vereine sollen einziehen

Die Holz- und Metallwerkstatt der Heideschule soll den Hausmeistern der Stadt Enger vorbehalten bleiben.

Die Holz- und Metallwerkstatt der Heideschule soll den Hausmeistern der Stadt Enger vorbehalten bleiben. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Enger (WB). Aus der ehemaligen Heideschule in Westerenger soll ein Vereinszentrum werden. Das jedenfalls sehen die Pläne der Engeraner Stadtverwaltung vor. Die künftigen Nutzer besichtigten jetzt beim Ortstermin schon mal die seit Sommer 2016 leer stehenden Fachräume der inzwischen aufgelösten Förderschule.

»Ich bin sehr zufrieden mit der vorgeschlagenen Lösung. Das ist total gut, dass die Räume jetzt von allen genutzt werden können. Auch finde ich es sehr gut, dass auf diese Weise die ehrenamtliche Arbeit von der Stadt gewürdigt wird«, sagte Rosemarie Oberschelp , Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Vereine (AGV) in Westerenger . Die CDU-Ratsfrau vertritt unter anderem die Arbeiterwohlfahrt , die Sängergemeinschaft Westerenger, den Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde, die Freiwillige Feuerwehr und die Schützengesellschaft. Diese und andere Gruppen sollen nach Vorstellung der Engeraner Stadtverwaltung die Räume künftig nutzen dürfen. »Es wird einen Plan geben, in den sich jeder Verein eintragen kann. Und darüber werden wir uns garantiert einigen können«, meinte Oberschelp.

Neue Bleibe auch für Sänger

Die Westerengeraner Vereine treffen sich zurzeit noch in den Räumen des Freizeitclubs an der Spenger Straße. Sie sind von der Stadt Enger angemietet worden und sollen im Zuge der Neubelegung der Heideschule aufgegeben werden. Am Holunderweg/Ecke Westerengerstraße werden Klassenräume bereits von der benachbarten Grundschule und der Kolping Akademie genutzt. Den Vereinen des Stadtteils soll in der Ex-Heideschule künftig nicht nur der Musikraum überlassen werden. Der ehemalige Kunstraum ist als Multifunktions- und Probenraum unter anderem für die Sänger gedacht. Nach Vorstellung der Verwaltung könnte mithilfe eines Durchbruchs und der Entfernung einer Wand im Hausmeistertrakt auch eine Küche (für alle) entstehen. Die AWO und die MS-Gruppe der an Multipler Sklerose erkrankten Menschen hätten dann ebenfalls eine neue Heimstatt.

Zetis Physikraum angeboten

Den Physikraum könnte der Verein Zetis (Zentrum für Elektronik, Telekommunikation und Informationstechnik in Schule und Freizeit) nutzen. Er hatte sich im Vorfeld um die Holz- und Metallwerkstatt bemüht. Letztere soll nach Vorgaben der Verwaltung allerdings den Hausmeistern der Kommune vorbehalten bleiben, zum Beispiel, um Reparaturen an Geräten oder Möbeln vorzunehmen. Im Physikraum ist kein Platz für die Funkstationen, so dass in Westerenger nur die technische Grundbildung, etwa durch einen Physik-Experten, durch Zetis erfolgen kann. Die Funker suchen deshalb weiter nach geeigneten Räumen, um von einem zentralen Standort aus agieren zu können.

Engers Stadtverwaltung wollte zu ihren eigenen Vorschlägen, die sie den Vereinen jetzt unterbreitet hat, nicht Stellung nehmen. »Wir sind in einem internen Abstimmungsverfahren und es gibt noch keine konkreten Ergebnisse«, erklärte Bürgermeister Thomas Meyer, der ebenfalls an dem Ortstermin teilgenommen hatte, auf Anfrage.

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