Sa., 14.10.2017

Nach Freistellung der Mitarbeiter in Enger Fragezeichen bei Wellmann

Der Alno-Standort in Enger: Das Tochterunternehmen Wellmann hat seine 400 Mitarbeiter freigestellt.

Der Alno-Standort in Enger: Das Tochterunternehmen Wellmann hat seine 400 Mitarbeiter freigestellt. Foto: Oliver Schwabe

Enger/Pfullendorf (WB/OH). Die genauen Hintergründe für die Zuspitzung der Lage mit der Freistellung fast aller 400 Mitarbeiter beim Küchenbauer Wellmann in Enger bleiben unklar. Die Investorensuche könnte indes schwierig werden.

Alno-Insolvenzverwalter Martin Hörmann wollte sich am Freitag nicht näher äußern, warum trotz des Ende September gewährten Massekredits über sechs Millionen Euro der Tochter des insolventen Alno-Konzerns das Geld jetzt schon ausgeht.

Bei Alno am Stammsitz Pfullendorf und bei der Logistiktochter können die Beschäftigten indes vorerst weiter vom Unternehmen bezahlt werden. Bei der Verteilung der Gelder zwischen den Gesellschaften handele es sich um interne Vorgänge, teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters mit. »Alle wesentlichen Vorgänge sind mit den Gläubigerausschüssen der insolventen Alno-Gesellschaften abgestimmt.«

Derweil könnte die Suche nach einem Investor für Wellmann auch dadurch erschwert werden, dass bei einer Übernahme die Tarifbindung weiterhin gilt. Andere Küchenbauer – etwa Häcker – zahlten dagegen nicht tarifgebunden, heißt es aus der Branche.

Kommentare

Selbstständige Küchenmontage gehen leer aus

Hauptsache die Mitarbeiter erhalten ihr Geld.
Die küchen Monteure sehen keinen Cent. Wir haben sehe viel Geld ausstehen interessiert die hohen Herrn überhaupt nicht.Schämen sollte sich Alno

Pfullendorf

ich bin bei der Alno Logistik GmbH beschäftigt und ich auch die Freistellung 2

Blödsinn

@Bielefeld1

Die Freistellungen sind unwiderruflich !

Na ja

Na ja,

Was für eine Freistellung haben die Wellmann Mitarbeiter erhalten. Es handelt sich dabei um widerrufliche Freistellung, heißt sie ist jederzeit veränderbar. Das wird insbesondere gemacht wenn der Insolvenzverwalter noch in Verhandlungen mit Investoren steht. Keiner der Mitarbeiter hat eine Kündigung erhalten. Also, hier ist noch Open End, und, man sollte eine Freistellung nicht überbewerten.

Wenn für die Mitarbeiter von Alno und der Logistiktochter noch Geld da ist, für die Mitarbeiter von Wellmann aber nicht, stellt sich doch die Frage, zu wessen Gunsten die ungleiche Aufteilung des Millionen-Kredits vorgenommen wurde und ob möglicherweise gelder dort gelandet sind, wo sie eigentlich nicht hingehören. Ein Fall für den Staatsanwalt ???

Was läuft da ?

Man muss den Eindruck gewinnen, dass der Name ALNO um jeden Preis gerettet werden soll, das ganze zu Lasten der Firma Wellmann und ihren Mitarbeitern. Da ist doch was oberfaul, zumal Wellmann in den letzten Jahren ein Topprodukt an den Markt gebracht hat ! Von Gerechtigkeit und marktwirtschaftlichen Denken dürfte hier wohl kaum noch die Rede sein. Was haben diese Hastors eigentlich gemacht , was macht der Insolvenzverwalter ?

6 Kommentare

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