Mi., 19.10.2016

Nach dem Unfall auf der B239: Viele Reaktionen auf Gaffer-Bericht Sichtschutzwand nur für die Autobahn

Mit einer Plane versuchte die Feuerwehr am Dienstagmorgen den Unfallbereich abzuschirmen.

Mit einer Plane versuchte die Feuerwehr am Dienstagmorgen den Unfallbereich abzuschirmen. Foto: Moritz Winde

Herford (WB/ram). Eine grüne mobile Sichtschutzwand wäre nach dem Unfall, bei dem am Dienstag auf der B239 etliche Gaffer einen Sterbenden fotografiert haben, nützlich gewesen. Eine solche Wand steht bei der Herforder Autobahnmeisterei an der Vlothoer Straße.

Aufbau nimmt Zeit in Anspruch

»Die ist aber für Unfälle auf Autobahnen vorgesehen und war am Dienstag auch im Einsatz, weil es einen schweren Auffahrunfall auf der A2 bei Gütersloh gab«, berichtet Stefan Meier, Betriebsdienstleiter bei der Autobahnmeisterei Herford. Außerdem werde die Sichtschutzwand nur aufgebaut, wenn klar sei, dass die Bergung der Unfallopfer längere Zeit in Anspruch nehme.

»Wir bringen den mobilen Zaun lediglich zur Unfallstelle. Aufgebaut wird er dann von der Feuerwehr. Das dauert schon so seine Zeit«, betont Meier. Im Mai 2015 ist die 100 Meter lange mobile Sichtschutzwand angeschafft worden. Die so genannte Anti-Gaffer-Wand aus Herford kommt auf den Autobahnen in einem Gebiet von 120 Kilometern zum Einsatz. »Weitere Wände in der Nähe gibt es bei der Autobahnmeisterei Werl und der Straßenmeisterei Münster«, sagt Meier.

Verfahren gegen fünf Gaffer

Bei dem Unfall am Dienstagmorgen auf der B239 in Höhe der Abfahrt Elverdissen hatte ein 54-jähriger Bielefelder vermutlich einen Herzinfarkt erlitten. Er war mit seinem Auto samt Anhänger gegen eine Leitplanke gefahren und auf einem Grünstreifen zum Stehen gekommen.

Rettungskräfte hatten 45 Minuten lang vergeblich versucht, den Mann wieder zu beleben. Während des Rettungseinsatzes hatten einige Autofahrer die Szenerie fotografiert. Feuerwehrleute hatten mit großen Planen versucht, den Blick auf das Unfallgeschehen zu versperren. Gegen fünf Gaffer leitete die Polizei Verfahren ein. Sie könnten mit einem Bußgeld bestraft werden.

Viele Reaktionen in Sozialen Netzwerken

Der Bericht über die Autofahrer, die am Dienstag auf der B 239 in Herford einen sterbenden Mann fotografiert haben, hat unsere Leser aufgewühlt. Die Reaktionen schwanken zwischen Fassungslosigkeit, Lob für die Polizei und der Forderung nach harten Strafen.

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