Fr., 13.01.2017

Kampfmittelbeseitigungsdienst untersucht Flussbett Schlummert im Fluss eine Bombe?

Was verbirgt sich unter dem Wasser? Diese Stelle des Aa-Ufers hat in dieser Woche der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg unter die Lupe genommen.

Was verbirgt sich unter dem Wasser? Diese Stelle des Aa-Ufers hat in dieser Woche der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg unter die Lupe genommen. Foto: Moritz Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Ein alter Kühlschrank, eine Kiste aus Metall oder doch ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg? Am Ufer der Aa sind in dieser Woche Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Arnsberg (Hochsauerlandkreis) im Einsatz gewesen.

Neben der Schillerbrücke (in Richtung Marta) liegt in etwa 2,50 Metern Tiefe ein metallischer Gegenstand. Es könnte eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sein – aber auch etwas völlig anderes. »Was es genau ist, können die Experten noch nicht sagen«, erklärt der Erste Beigeordnete der Stadt, Dr. Peter Böhm , auf Anfrage dieser Zeitung. Fest steht: Es gibt eine Verdachtsfläche.

Die Untersuchung ist auch deshalb notwendig, weil in diesem Jahr die Schillerbrücke erneuert werden soll. Bevor die Arbeiten mit schweren Baumaschinen dort beginnen können, muss Gewissheit herrschen, was es mit dem Fund in der Aa auf sich hat.

Abriss der Schillerbrücke

Mit dem Abriss der alten Schillerbrücke soll begonnen werden, sobald die Hansabrücke fertiggestellt ist. Spätestens nach Ostern sollen dort die Arbeiten abgeschlossen sein. Mit der Schillerbrücke könnte dann im Mai oder Juni begonnen werden.

»Allerdings ist die Sondierung der Lage auch für die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nicht ganz einfach. Die Verdachtsfläche liegt in der Aa und somit unter Wasser. Es muss jetzt zunächst geklärt werden, wie die Experten an den Fund herankommen«, betont Dr. Peter Böhm. Spundwände, um den Bereich in der Aa trocken zu legen, können nicht gesetzt werden, weil dies zu große Erschütterungen hervorrufen würde, heißt es von der Bauverwaltung.

Bomben im Zweiten Weltkrieg gefallen

Alte Luftaufnahmen belegen jedenfalls, dass dort etwas in der Erde liegt. Es steht nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls fest, dass in dem Gebiet während des Zweiten Weltkriegs Bomben gefallen sind. »Die kommenden Tage werden zeigen, wie wir vor Ort weiter vorgehen und mit welcher Technik wir den Bereich freilegen können«, sagt Dr. Böhm.

Im Juni wurde am Westring ein Blindgänger entschärft. Die 250-Kilo-Bombe lag vier Meter unter der Erde.

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