Sa., 15.07.2017

WWS will ab Herbst 60 frühere Briten-Wohnungen in der Birkenstraße vermieten Hier können bald Familien einziehen

So sehen die Gebäude in der Birkenstraße aus: Die ehemaligen Briten-Wohnungen wurden renoviert und sind bezugsfertig.

So sehen die Gebäude in der Birkenstraße aus: Die ehemaligen Briten-Wohnungen wurden renoviert und sind bezugsfertig.

Von Peter Schelberg

Herford (WB). Wenn alles klappt, können hier im Herbst die ersten Familien einziehen: Die städtische Wohnbaugesellschaft WWS will für 2,4 Millionen Euro die früheren Briten-Immobilien in der Birkenstraße 1 bis 19 kaufen und als Sozialwohnungen vermieten.

Die Siedlung umfasst einen L-förmigen Riegel mit zehn Gebäuden mit jeweils sechs Wohnungen – aufgeteilt in fünf Gebäude mit 80 Quadratmeter großen Vier-Raum-Wohnungen sowie fünf Häuser mit Drei-Raum-Wohnungen (jeweils 72 Quadratmeter), insgesamt also 60 Wohneinheiten.

Die Anfang der 60-er Jahre errichteten Wohnungen seien von den britischen Streitkräften noch kurz vor deren Abzug renoviert worden, berichtet WWS-Geschäftsführer Magnus Kasner. Sie verfügen über Balkone und sind einheitlich möbliert – mit Küchenzeile, Spüle, Wandschränken und Dunstabzugshaube sowie Einbauschränken in den übrigen Räumen. »Lediglich die Farben der Teppichböden, Gardinen und Fliesen variieren«, erläutert Christian Hempelmann (WWS-Fachbereichsleitung Vermietung). In den Küchenzeilen gibt es Aussparungen für Elektrogeräte wie Herd und Kühlschrank. Auch die Bäder wurden erneuert.

Wärme liefert eine Gas-Zentralheizung. Für die Mieter gibt es zudem Kabelanschluss, Gemeinschaftswaschräume, abschließbare Kellerräume, einen Trocknungsboden und einen Abstellraum für Fahrräder und Kinderwagen. Die Spielanlagen hinter den Wohnblocks bleiben erhalten. Zusätzlich sind 30 Stellplätze und 17 Garagen vorhanden, die angemietet werden können. Unweit der Wohnblocks ist auch eine neue Kita geplant.

»Wir hoffen, dass wir im September mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin den Kaufvertrag abschließen können«, sagt WWS-Geschäftsführer Magnus Kasner. Weil sozialer Wohnraum geschaffen wird, biete die Bima günstige Konditionen, die den künftigen Mietern zugute kommen: »Wir rechnen mit einer Kaltmiete von 3 Euro pro Quadratmeter.« Bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung ergäbe sich eine Kaltmiete von 240 Euro. Neben- und Heizkosten schlagen mit weiteren 3,50 Euro zu Buche, so dass die WWS eine Warmmiete von etwa 520 Euro kalkuliert. »Nach einem solchen Angebot muss man in Herford lange suchen«, sagt WWS-Mitgeschäftsführer Heinz-Dieter Klein.

Das Vermietungskonzept sieht die Belegung der Wohnungen mit Familien vor. »Angestrebt ist eine bunte Durchmischung, was Nationalitäten und die Einkommenssituation betrifft«, sagt Christian Hempelmann.

Die Mietpreisbindung läuft zehn Jahre. Interessenten, die einen Wohnberechtigungsschein erhalten, können sich bei der WWS vormerken lassen. »Die Einkommensgrenzen für die künftigen Mieter sind relativ hoch angesetzt«, betont Hempelmann, denn die WWS wolle nicht nur Transfergeldempfänger ansprechen. So könne beispielsweise auch ein Facharbeiter mit Frau und zwei Kindern einziehen, der als Alleinverdiener einen Brutto-Jahresverdienst von 52 000 Euro nicht überschreitet.

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